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Vor vielen Jahren habe ich diese Wanderung schon einmal unternommen und konnte mich kaum satt sehen und auch dieses Mal war die verfügbare Zeit das größte "Problem". Die Wanderung von Wernigerode zum Brocken bietet derart viele schöne Aussichtspunkte, dass ich wiederum nicht alles sehen konnte. Das lag aber an der Tageslichtdauer und dem Fahrplan der Bahn. Haha, Schuldigen gefunden. laughing Bis auf die Brockenstraße und den Brocken war die Wanderung ruhig, fast menschenleer und sehr erholsam. Manchmal war ich auch ganz allein auf einer Klippe und konnte die Stille und den leisen Wind genießen. Das war schon fast unheimlich. Beim Entspannen muss man wirklich die Zeit im Auge behalten, sonst erwischt man den Rückzug vielleicht doch nicht mehr.

Das Profil ist bergig und führt kontinuierlich nach oben. Die summarischen Höhenmeter liegen bei ca. 800 m und es geht bis zum höchsten Punkt im Harz, den Brocken. Ich rate dringend zu Sonnenschutz und Zeckenschutz. Sonnenschutz auch ohne direkte Sonne. Die Aussichtspunkte und die Strecke ab Brockenstraße sind voll exponiert und auch die Diffusstrahlung kann einen Sonnenbrand verursachen. Man kommt gut und gern auf 5 Stunden ohne Schatten.

Die Wanderung zum Brocken beginnt an der Bushaltestelle Wernigerode-Floßplatz. Wer in Wernigerode oder seinen Ortsteilen übernachtet, bekommt mit der Gästekarte auch ein Harzer Urlaubs-Ticket HATIX. Damit kann man kostenlos mit allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im gesamten Landkreis Harz fahren. Es gibt neben Wernigerode weitere teilnehmende Ortschaften. Das Auto kann man also getrost stehen lassen. Die Wanderung ist so angelegt, dass man mehrere Klippen mit Aussichtspunkten passiert. Die Rückfahrt erfolgt mit der Schmalspurbahn. Hier sollte man sich vorab über den Fahrplan informieren, wann die Brockenbahn ihren Tagesbetrieb beendet. Leider kostete die einfache Fahrt vom Brocken nach unten unfassbare 25 EUR, und wurde 2017 inzwischen auf 27 EUR erhöht! Tickets bekommt man am Brockenbahnhof oder - wenn der geschlossen hat - im Zug.

Da man auf dem Brocken ebenfalls recht lang verweilen, den Rundwanderweg laufen und das Museum besuchen kann, lässt sich rein zeitlich kaum alles an einem Tag unter einen Hut bringen. Da die Klippen für Naturliebhaber den größeren Reiz darstellen, empfehle ich, lieber gegen 7 oder 8 Uhr die Wanderung zu beginnen und die Zeit auf den Aussichtspunkten zu genießen.

Von der Bushaltestelle Wernigerode-Floßplatz begibt man sich über einige Wohnstraßen und Waldwege in die Berge. Anfangs nahe der Bahnlinie kann man vielleicht schon einen Blick auf die Schmalsspurbahn werfen. Am Parkplatz an der Steinernen Renne biegt man auf einen ansteigenden Waldweg, die Goslarsche Gleie, der parallel zur Holtemme (Bach) verläuft. Weiter oben geht es weiter auf dem Bürgermeister Stieg immer am Hang entlang. Der erste Aussichtspunkt ist das Wernigeröder Fenster. Wie der Name schon sagt, kann man von hier nach Wernigerode schauen. cool

Brockenbahn
Brockenbahn
Blick nach Wernigerode
Blick nach Wernigerode

700 m weiter habe ich dann eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel verpasst, die 100 m rechts im Wald an der Mönchsbuche liegt. Also Obacht für die Stempelsammler! Falls der Pinknickplatz am Wernigeröder Bürgerbrunnen ein paar hundert Meter weiter frei ist, könnte man schon hier ein Verschnaufpäuschen machen. Falls besetzt, kann man sein Glück 500m weiter an einem Aussichtspunkt auf der Bielsteinchaussee versuchen.

Auf dieser breiten Forststraße geht es nun weiter bis linker Hand eine kleine Brücke über den Bach Kleine Renne führt. Nach der Überquerung führt die Wanderung auf einem Pfad zum Aussichtspunkt Renneklippen. Weiter geht es dann auf einem unbefestigen Forstweg vorbei am Forsthaus Hanneckenbruch zurück zur Bielsteinchaussee. Nur ein kurzes Stück und man biegt rechts in den Huyseburger Häu-Weg ein. An dieser Ecke ist auch eine Bushaltestelle. Nach ca. 500 m geht links die Chaussee "B" ab. Diesem Waldweg folgt man jetzt nach Westen und gelangt nach 2,1 km an eine Wegkreuzung.

Harzer Urwald
Harzer Urwald
Flechten und Pilze
Flechten und Pilze

Geradeaus auf dem Luchslochweg (Pfad) gelangt man zum Aussichtspunkt Sonnenklippe, der auch ausgeschildert ist. Den gleichen Pfad muss man wieder zurück und biegt dann nach rechts ab. Wer nicht zur Klippe geht, an der Kreuzung links auf den Alexanderstieg. Man gelangt zu einer noch größeren Wegkreuzung dem Molkenhaustern mit einem Rastplatz. Der war bei meinen Wanderungen immer besetzt. undecided Achtung, an dieser Stelle den richtigen von 6 Wegen wählen! Es geht gerade aus in den Forstmeister-Sietz-Weg und den "Zahnstocherwald". 

Der heißt nicht wirklich so, sondern wurde von Borkenkäfern totgefressen. Und nun stehen die abgestorbenen Bäume herum, bis sie irgendwann umfallen und verrotten. Deshalb Achtung auf Astschlag! Zwischen den alten Bäumen kann man übrigens schon die neue Baumgeneration nachwachsen sehen. smile

Blick von Mittlerer Zeterklippe
Blick von Mittlerer Zeterklippe
Blick von Mittlerer Zeterklippe: Abgestorbener Wald
Blick von Mittlerer Zeterklippe: Abgestorbener Wald

Nach diesem Waldabschnitt biegt man rechts in die Sohlwinkelstraße ein und gelangt zum Rastplatz Tatternstoß. Hier braucht man aber keine Rast machen, denn nur 150 Meter weiter führt rechts ein schmaler Pfad in den Wald zur Mittleren Zeterklippe. Der Weg ist mit einem roten Punkt markiert. Aber Achtung, an der Klippe muss man klettern. Man achte dabei auf die roten Markierungen am Felsen, die genau vorgeben, wo der Kletterweg entlang führt. Einigermaßen fitte Leute sollten das schaffen. Man muss ab und zu einen großen Schritt machen und wissen, wie man sich dreht und mit beiden Armen abstützt.

Auf der Zeterklippe - findet man dann hoffentlich etwas, was ich aber nicht verraten möchte. laughing Auf jeden Fall kann man super Rasten und den Ausblick genießen. Und der ist fantastisch! Nach der Mittleren Zeterklippe kann man 1 km weiter noch die Große Zeterklippe besuchen. Auch hier geht es über den Zeterklippenweg wieder etliche Meter nach oben und man hat eine super Aussicht. Und am Fuß der Klippe gibt es auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel.

Filigrane Gewächse
Filigrane Gewächse
Blick von Sohlwinkelstrasse nahe der Oberen Zeterklippe
Blick von Sohlwinkelstrasse nahe der Oberen Zeterklippe

Nach der Rückkehr auf die Sohlwinkelstraße läuft man weiter in die ursprüngliche Richtung (rechts abbiegen) und gelangt zum Weißtannenheiweg. Diesem Weg folgt man 400 m nach rechts und biegt dann links auf den Gelben Brink, der nach kurzer Strcke auf die Brockenstraße mündet. In diesem Bereich sind dann touristisches Getümmel und Pferdekutschen angesagt. Bevor man nach oben stapft, kann man noch rechts einen Abstecher über den Urwaldstieg machen. Der 200m lange Bohlensteg führt zu einem Aussichtspunkt in der "Bergwildnis", wie es die Hinweistafel nennt. Das Gebiet ist auch abgesperrt und unberührt. Was wohl die wenigsten wissen ist, dass das vor einem liegende Feuchtgebiet das Quellgebiet der Ilse ist. Die fließt von hier außerhalb der Sichtweite Richtung Norden davon.

Der letzte Abschnitt hoch zum Brocken verläuft auf der asphaltierten Brockenstraße. Man erreicht rasch die Baumgrenze und wird bei Sonne gut durchgegrillt. Wer noch Zeit übrig hat, kann das Brockenplateau erkunden. Ich hatte keine Zeit und musste fix zum Bahnhof, um den letzten Zug zu erwischen.

Brocken
Brocken
Brockenbahn
Brockenbahn

Wegen Zeitmangel nicht gesehen habe ich die Große Zeterklippe und den gesamten Brocken. Also ca. 3 Stunden bräuchte man wohl zusätzlich für eine grobe Erkundung. cool

Nich ein Hinweis: Die Rückfahrt mit der Schmalspurbahn nach Wernigerode dauert lange.. seeeeehr lange. Man möge einen Blick auf den Fahrplan werfen. Die Dauer liegt an den Verweilzeiten an den Bahnhöfen und auch Rangieren wegen eingleisiger Strecke. 

 

Zuletzt gewandert: 21.09.2016
Länge: ca. 22 km
Wanderzeit: ca. 5:45 h + 3:00 Pausen
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Wernigerode-Floßplatz, Goslarsche Gleie, Bürgermeister Stieg, Wernigeröder Fenster, Wernigeröder Bürgerbrunnen, Bielsteinchaussee, Kleine Renne, Renneklippen, Bielsteinchaussee, Huyseburger Häu-Weg, Chaussee "B", Luchslochweg, Sonnenklippe, Alexanderstieg, Molkenhaustern, Forstmeister-Sietz-Weg, Sohlwinkelstraße, Tatternstoß, Mittlere Zeterklippe, Zeterklippenweg, Große Zeterklippe, Weißtannenheiweg, Gelber Brink, Urwaldstieg, Brockenstraße, Brocken
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Ortsstraße (mit Gehweg)
Ortsstraße (ohne Gehweg)
Gehweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Steig
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg, Felsen

 

Kartenüberblick:

Karte für Wanderung 189: Wernigerode - Brocken

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Wanderung 189: Wernigerode - Brocken

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