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Südwestlich von Wernigerode gibt es herrliche Landschaft, viele Sehenswürdigkeiten und Aussichtspunkte. Im Harz lassen sich schier endlos viele Wanderstrecken zusammenstellen. Für "Sammler und Jäger" wink hat man vor einigen Jahren die Harzer Wandernadel erfunden. Weit verstreut stehen im Harz über 200 Stempelstellen an Aussichtspunkten und Sehenswürdigkeiten. Wer sammeln möchte, kann sich gegen 3 EUR in der Touristinfo einen Wanderpass als Stempelbuch holen. Aber Vorsicht, das ist wie Geocaching und macht leicht süchtig. laughing

Als Ausgangspunkt der Wanderung habe ich die Bushaltestelle Wernigerode-Floßplatz gewählt. Wer in Wernigerode oder seinen Ortsteilen übernachtet, bekommt mit der Gästekarte auch ein Harzer Urlaubs-Ticket HATIX. Damit kann man kostenlos mit allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im gesamten Landkreis Harz fahren. Es gibt neben Wernigerode weitere teilnehmende Ortschaften.

Das Profil ist bergig. Die summarische Aufstiegshöhe lag bei 400m. Die Wege sind in der Regel breite befestigte Waldwege. Die Route wurde entgegen dem Uhrzeigersinn gewandert. Der Forst steht in diesem Gebiet meist in steiler Hanglage. Die Wege wurden in den Hang geschlagen. Die meisten dienen als forstwirtschaftliche Transportstrecken. Nur wenige Abschnitte in den Hochlagen sind reine Wanderwege mit breiter Pfadspur. Der Waldbewuchs wird durch Fichtenabteilungen dominiert. Die alten großen Bäume verschwinden langsam und der junge Wald rückt nach. Nicht nur die Baumernte sondern auch Windbruch und Schädlingsbefall verändern das Bild des Forstes.

Vom Floßplatz läuft man ein kleines Stück ortsauswärts auf dem Gehweg der Drängetalstraße (L100) und biegt links in die Rosa-Luxemburg-Straße ein, die letzte Querstraße vor dem Tal. (Wegweiser "Steinberg, Steinbergskopf, Elversstein 2,4 km") Es geht hinter den Häusern straff bergauf und dann nach rechts auf dem Elverssteinpfad zum Steinbergkopf. Den steilen Aufstieg zum Steinbergkopf (Wegweiser "Steinbergkopf 0,3 km steiler Aufstieg!") kann man sich sparen. Auf dem unterhalb verlaufenden Elverssteinpfad kann man nämlich zunächst mehrere Aussichten zum Brocken genießen. Der Elverssteinpfad verläuft unterhalb vom Kamm und oberhalb vom Drängetal-Hangweg. 

Aussichtspunkt Steinbergkopf
Aussichtspunkt Steinbergkopf
Aussichtspunkt Steinbergkopf
Aussichtspunkt Steinbergkopf

In der Nähe der Sabine-Honig-Bank gibt es einen Blick auf den gegenüberliegenden Hang mit der Bahntrasse der Brockenbahn. Ein vorheriger Blick in den Fahrplan der Bahn kann nützlich sein, wenn man ein paar tolle Fotos mit dem Zug und Dampflok machen möchte. Unterwegs trifft man dann links auf einen ausgeschilderten (gemütlichen) zweiten Pfad nach oben zum Steinbergkopf in 479m Höhe (Wegweiser "Aussichtspunkt Steinbergkopf 0,2 km"). Die Aussicht ist herrlich. Bei morgendlichem Sonnenschein kann man sich am Picknickplatz den Kaffee schmecken lassen und mit der Sonne im Rücken den Brocken mit seiner markanten Antenne sehen.

Ein Stück weiter auf dem Elverssteinpfad kommt man dann zusätzlich noch zum Aussichtspunkt Elversstein, wo ebenfalls eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel zu finden ist. Der Elversstein ist nach dem 1891 verstorbenen ersten Landrat, dem Regierungs- und Konsistorialrat Dr. Rudolf Elvers benannt. Nach diesem Aussichtspunkt geht es die "Treppe" nach oben und weiter auf dem Weg Neuer Heeg. Auf dem Neuen Heeg kommt nach 100 m rechts ein kleiner Waldweg, der um den Steinberg herum führt und dann auf den breiten Haakenstieg (?) mündet. Auf halbem Weg (ca. 400 m nach dem Aussichtspunkt Elversstein) trifft man auf den nächsten Aussichtspunkt Steinberg.

Auf dem Haakenstieg bin ich nur ein kurzes Stück gelaufen und dann rechts in den Grünen Grund eingebogen. Der feuchte, schmalen Wiesenpfad - gesäumt von dichtem Baumbestand - führt nach unten zum Drängetal Hangweg.

Der Drängetalweg ist ein breiter Forstweg am Hang, der oberhalb der L100 durch des Drängetal führt. Gut 3,5 km verläuft die Wanderung nun zunächst am Hang und dann langsam nach unten ins Tal zur L100. Mehrmals hat man eine sehr schöne Aussicht auf den gegenüberliegenden Berg und auch die Züge der Brockenbahn.

Brockenbahn
Brockenbahn
Es grünt und blüht
Es grünt und blüht

Auf der L100 läuft man ein kleines Stück nach links und dann nach der Kurve in den nächsten Waldweg, den Hüttestieg, wieder links bergauf. Aber Achtung, nach wenigen Metern biegt die Wanderung spitz nach rechts und verlässt den Hüttestieg. Auf einem schmalen Waldweg erreicht man einen breiten Forstwirtschaftsweg parallel zum Zillierbach (Wegweiser "Zillierbachtal"). In diesem Verlauf plätschert der Zillertalbach noch harmlos vor sich hin - insofern er kein Hochwasser führt.

Dann kommt die 1936 in Betrieb genommene Zillerbachtalsperre. Den ersten Ausläufer das Stausees kann man nach ca. 1,8 km sehen. Die Staumauer kann man auch begehen - falls man sich traut. wink Am Grund der Staumauer rauscht tosend das Wasser aus dem Auslass und fließt als deutlich größerer Bach weiter Richtung Wernigerode. Die Talsperre dient der Trinkwasserversorgung und dem Hochwasserschutz. Nach der Staumauer führt der Versorgungsweg weiter am nun wesentlich lebhafteren Zillierbach ca. 3,5 km bis zur B244 im Mühlental. Entlang des Zillertalbaches kann man schöne Fotos vom rauschenden Wasser und dem Tal machen.

Zillierbach
Zillierbach
Zillierbach
Zillierbach

Ca. 200 m vor der B244 kommt man zu einem Waldparkplatz, biegt nach links ab und geht über die kleine Brücke. An einem Picknickplatz ein paar Meter weiter startet rechts der Astberg-Rundweg (siehe Wegweiser). Auf diesem Weg führt die Wanderung nun auf der westlichen Seite des Mühlentals in nördlicher Richtung. Es geht zunächst steil nach oben entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um den Astberg (475m) herum. Wenn man das geschafft hat, kann man nach insgesamt 1,8 km erstmal an der Hütte Scharfenstein verschnaufen.tongue-out Von der Hütte aus wandert man weiter nach Norden auf dem Pisseckenweg und kommt nach unten ins Christianental. Pissecke wird übrigens von den Harzern des glatte von der Rinde befreite Holz genannt. Im Christianental hat man Anschluss an den Nahverkehr über die Bushaltestelle Wernigerode-Christianental.

 

Zuletzt gewandert: 16.06.2016
Länge: ca. 21 km
Wanderzeit: ca. 5:00 h +  2:00 Pausen
Typ: Rundkurs entgegen Uhrzeigersinn
Routenverlauf: Wernigerode-Floßplatz, Drängetalstraße, Elverssteinpfad, Steinbergkopf, Sabine-Honig-Bank, Steinbergkopf, Hüttestieg, Zillerbachtal, Zillerbachtalsperre, Astberg-Rundweg, Hütte Scharfenstein, Pisseckenweg, Wernigerode-Christianental
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit und ohne Gehweg)
Ortsstraße (ohne Gehweg)
Gehweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

 

Kartenüberblick:

Karte für Wanderung 188: Wernigerode - Drängetal - Zillierbachtalsperre - Mühlental  - Christianental

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Wanderung 188: Wernigerode - Drängetal - Zillierbachtalsperre - Mühlental  - Christianental

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