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Diese Wanderung südwestlich von Wernigerode wurde so geplant, dass man mehrere Klippen und deren Aussichtspunkte besuchen kann. Wochentags im Spätsommer waren nur wenige Wanderer unterwegs und die Aussichten waren ohne Drängelei zu genießen. Auf der Wanderung passiert man die Stempelstellen der Harzer Wandernadel Nr. 85 Thumkuhlental, Nr. 27 Ottofelsen, Nr. 174 Hohne Hof und Nr. 15 Leistenklippe. 

Die Route verläuft auf der westlichen Seite des Drängetals. Abgesehen von den Forstwegen am Beginn und Ende der Tour verläuft die Strecke meist über felsige Waldpfade. Die Wege sind wurzeldurchsetzt, teilweise grasbewachsen, manchmal auch steil. Auf jeden Fall benötigt man gutes Schuhwerk und Trittsicherheit. Der summarische Aufstieg betrug ca. 600m. Wer die östliche Seite des Drängetals mit Blick zur Brockenbahn und dem Brocken wandern möchte, dem sei Wanderung 188: Wernigerode - Drängetal (Ost) - Zillierbachtalsperre - Mühlental - Christianental ans Herz gelegt.

Nach dem Start an der Bushaltestelle "Wernigerode-Floßplatz" geht man ein Stück entlang der L100 ortsauswärts und findet dann rechts einen kleinen Pfad in den Wald. Zu Beginn gibt es gleich einige Sehenswürdigkeiten. Nach ein paar hundert Metern am Waldrand der L100 trifft man auf das Lossen-Denkmal zu Ehren von Prof. Dr. Karl August Lossen. Das Denkmal zeigt eine Vielzahl Gesteinsproben aus dem Harz. 200 m weiter auf dem Thumkuhlental-Weg trifft man auf einen historischen Wasserspeicher von 1903. Und noch ein Stück weiter auf dem Waldweg kommt man zu einer Wasserkunst-Installation und einer Ausstellung über Bohrungen und Bohrköpfe. Danach erreicht man einen eher traurigen Ort. Kurz nach der Brücke der Brockenbahn befindet sich eine Gedenktafel für die Opfer des Bahnunglücks vom 06.07.1927.

Lossen-Denkmal
Lossen-Denkmal
Aufstieg zum Ottofelsen
Aufstieg zum Ottofelsen

Ca. 700 m weiter auf der breiten Forststraße zweigt links ein anderer Forstweg ab. Bis hierher ist der Wegabschnitt identisch mit dem Rückweg. Aus diesem Forstweg wird die Wanderung auf dem Rückweg wieder einmünden. Es ging nun weiter gerade aus immer parallel zum Bach Braunes Wasser bis zu einem Picknickplatz und einer Bergwachthütte. Hier bog die Wanderung rechts ab zur ersten Aussicht: Dem Ottofelsen. Der Aufstieg erfolgte über eine Metalltreppe und die Sicht war wunderbar.

Hohensteinklippe
Hohensteinklippen
Hohensteinklippen
Hohensteinklippen

Gleich darauf folgten die Hohensteinklippen mit zwei Aussichtspunkten. Die Route ging weiter Richtung Süden und kreuzte die Eschwegestraße. Hier befindet sich auch eine Bushaltestelle. Gegenüber läuft man weiter auf dem grasbewachsenen Dreikäseklippenweg und passiert ca. 700 m entfernt linksseits die Dreikäseklippe (kein Aussichtspunkt).

Nun wurde es etwas schwierig und das Navi hat wieder einmal gerettet. Der folgende Waldabschnitt war gerodet und man hat bei der Gelegenheit auch gleich noch die Wegmarkierungen abgeholzt. frown Eigentlich wäre die Markierung ein Roter Punkt, der Wanderer über den Beerenstieg führt. Eine Orientierung nur mit Karte wäre hier sehr schwer gewesen, da auch der eigentliche Weg verwüstet und nur noch zu erahnen war.

Blick von der Leistenklippe
Blick von der Leistenklippe
Blick von der Leistenklippe
Blick von der Leistenklippe

Der Beerenstieg führt zur Leistenklippe mit schönem Aussichtspunkt. Für die Aussichtspunkte sollte man definitiv schon zu Beginn der Wanderung genügend Zeit zum Genießen und evtl. für Fotos einplanen. Auf einem Pfad ging es anschließend weiter von westlicher in östlicher Richtung vorbei an der Bärenklippe und dem Hohnekopf (keine Aussichtspunkte). Die Tour erreichte damit ihre südlichste Ausdehung und schwenkte langsam wieder Richtung Norden. Hier kann ich nur auf das Navi verweisen. Es geht über den Oberer Hohnekammhangweg auf den Glashüttenweg und weiter auf dem Von-Eichendorf-Stieg zum Kirchstieg. Dieser Abstieg ist felsig, wurzeldurchsetzt und auch steil und verläuft durch dichten hohen Wald.

Die Strecke mündete wieder auf die Eschwegestraße und wer möchte, kann einen Schwenk nach rechts machen und im Hohne Hof einkehren. Hier gibt es auch eine Wandernadelstempelstelle, aber die habe ich übersehen. Ich war nur dort, um ein Kleinkind zu einer auffällig sauberen Kindermütze zu suchen, die ich zuvor im Wald gefunden hatte. Da konnte das Kind ja nicht weit sein und tatsächlich: Es spielte in der Spielecke und niemand hatte bisher den Mützen-Verlust bemerkt. laughing

Unterwegs auf der Wanderung
Unterwegs auf der Wanderung
Unterwegs auf der Wanderung
Unterwegs auf der Wanderung

Auf der Eschwegestraße ging es dann 500 m nach Norden und nach rechts in einen langen Waldweg. Nach 2 km überquert man das Bächlein Paddenloch und gleich danach geht es rechts in den Thumkuhlenkopf Weg. Als letzten Aussichtspunkt wollte ich den Grossen Thumkuhlenkopf besuchen. Aber diese letzte Klippe war leider vollständig ruiniert. Sowohl der ursprünglich für den Abstieg vorgesehene Bergmannsstieg als auch der Weg zum Großen Thumkuhlenkopf waren durch Baumfällmaschinen komplett zerstört. frown Bergeweise Baumschnitt blockiert die Fläche und der Große Thumkuhlenkopf - eigentlich eine sehr kleine Klippe - war auch noch mit Baumschnitt belagert. Die freie Sicht nach Wernigerode ist allerdings ein wenig durch Bäume behindert, so dass die schwere Zugänglichkeit vielleicht gar nicht so ins Gewicht fällt.

Tja, sehr schade so ein Verwüstung als Abschluss sehen zu müssen. Aber die Wälder werden außerhalb der Schutzzone bewirtschaftet und da ist man nicht zimperlich mit der Baumernte. Obendrein fressen sich seit Jahren die Borkenkäfer durch den Wald und lassen unfassbar große Flächen absterben. frown Auf dem Thumkuhlenkopf Weg gelangt man dann wieder auf den eingangs erwähnten Thumkuhlental-Weg und läuft zurück zur Bushaltestelle.

 

Zuletzt gewandert: 22.09.2016
Länge: ca. 20 km
Wanderzeit: ca. 5:30 h + 2:30 Pausen
Typ: Rundkurs entgegen Uhrzeigersinn
Routenverlauf: Wernigerode, Lossen-Denkmal, Thumkuhlental-Weg, Wasserkunst, Ottofelsen, Hohensteinklippen, Dreikäseklippenweg, Beerenstieg, Leistenklippe, Oberer Hohnekammhangweg, Glashüttenweg, Von-Eichendorf-Stieg, Kirchstieg, Eschwegestraße, Hohne Hof, Eschwegestraße, Thumkuhlenkopf Weg, Grosser Thumkuhlenkopf, Wernigerode
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Felslandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit Gehweg)
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Steig
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, verdichteter Sand/Kies, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg, felsige Pfade

 

Kartenüberblick:

Karte für Wanderung 208: Wernigerode - Drängetal (West) - Ottofelsen - Hohensteinklippen - Leistenklippe

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Wanderung 208: Wernigerode - Drängetal (West) - Ottofelsen - Hohensteinklippen - Leistenklippe

 

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