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In Warnemünde kann man nicht nur Baden, Shoppen, Surfen, mit dem Schiff fahren, Sandburgen bauen, Eis essen sondern auch Wandern. laughing

Der Plan war, von Berlin direkt mit dem Zug nach Warnemünde zu huschen, dann an der Wasserlinie barfuß bis nach Nienhagen zu wandern und dann parallel zum Strand teilweise durch den schmalen Waldstreifen wieder zurück. Wie jeder weiß, ist Leben das, was passiert, während man andere Pläne macht. Zwinkernd

Zunächst einmal wurde zu meiner Fahrzeit die mir bekannte Direktverbindung bis nach Warnemünde nicht angeboten, so dass ich in Rostock in die S-Bahn umsteigen musste. Das funktionierte allerdings reibungslos. Dummerweise hatte ich aber einen heißen Tag erwischt. Die Reisenden standen in Berlin allen Ernstes mit Surfbrettern auf dem Bahnsteig. Und die haben sie dann auch in den bereits überfüllten Zug gequetscht, wo bereits vor dem Verlassen von Berlin jeder mögliche Stehplatz außer den Toiletten besetzt war. Glücklicherweise war der Zug klimatisiert und die potentiellen Badegäste entspannt und gut gelaunt. Cool Am Strand von Warnemünde bot sich ein ähnliches Bild. Daher habe ich die geplante Strandwanderung an der Wasserlinie wegen ca. 150 Sandburgen in 2 bis 3 m Abstand und gefühlten 500.000 Badegästen verkürzt und bin frühzeitig in den Wald abgebogen. Die Sonnenstrecke wurde ersetzt durch soviel Wald wie möglich. Und das geht so:


Vom Bahnhof Warnemünde erreicht man über die kleine Brücke über den Alten Strom schnell die Shopping Meile von Warnemünde entlang des Alten Stromes. Bei gutem Wetter bietet sich ein herrlich farbenfrohes Bild mit knallbunten Schiffen, Häusern, Blumen, Fahnen und schönen weißen Deko-Wolken am blauen Himmel. Nimmt man morgens den ersten Zug von Berlin, kommt man recht pünktlich zu den Abfahrtzeiten der Rundfahrtschiffe noch vor 10 Uhr an. Man kann den Tag also auch mit einer kleinen Hafenrundfahrt beginnen.

Recht schnell gelangt man zur Westmole mit dem Leuchtfuer und kann einen Blick über den großen Strand und den Hafen werfen. Ab und an verkehrt eine der riesigen Fähren nach Skandinavien. Weiter geht die Strecke entlang der Wasserlinie immer am Strand entlang. Theoretisch kann man ca. 10 km bis nach Nienhagen laufen. Ich bin wegen der vielen Badegäste nach ca. 2 km auf den parallelen Weg hinter der Düne abgebogen. Hier war es dann schlagartig ruhig und verlassen.

Der Weg ist schattig und bei Hitze angenehm zu laufen. Der Waldstreifen wird nach einigen hundert Metern breiter und dort kann man dann genau mitten im Wald weiterlaufen. Am rechten Waldrand ist der Strand, in der Mitte der Wanderweg und am linken Waldrand ist der Ostsee-Radweg. Stehen bleiben sollte man nur, wenn man Mückenschutzmittel aufgelegt hat. Zwinkernd

Auf der Strecke liegen drei Imbiss-Stellen. Direkt an der Stelle, wo ich den Strand verlassen habe, ist der Imbiss "An der Düne". Nach ein paar Minuten folgt die Gaststätte "Waldessaum" und nach weiteren ca. 30 min der Imbiss "Fuchsbau" - beide direkt am Ostsee-Radweg. Hier kann man abseits des Strandgetümmels rasten und speisen.

Die Strecke macht schließlich eine Kehrtschleife um die Sandgrube Wilhelmshöhe. Über den Waldweg geht es zum Stolteraer Weg, links vorbei an den Siedlungshäusern bis zum Kreisverkehr. Hier folgt man geradeaus dem linksseitigen Rad/Fußweg entlang der L12. Dieser Abschnitt ist ohne Schatten. Nach ca. 1,4 km erreicht man den Imbiss "An der Düne" an der Vorderseite und läuft immer weiter die L12 entlang zurück nach und durch Warnemünde. Das letzte Teilstück ist nicht besonders naturnah sondern urban.

Zurück in Warnemünde kann man vor der Rückfahrt noch die Altstadt genießen. Es gibt viele Geschäfte zum Bummeln und auch das eine oder andere Eiscafé sowie Restaurant. Wer einen herrlichen Rundblick genießen möchte, sollte den Weg Richtung Strandpromenade einschlagen. Dort steht der Leuchtturm Warnemünde, den man gegen kleines Eintrittsgeld besteigen kann. Der Besuch lohnt sich.

 

Zuletzt gewandert: 02.08.2013
Länge: ca. 11 km
Wanderzeit: ca. 5:15 h mit Pausen
Typ: Rundkurs
Routenverlauf: Bahnhof Warnemünde - Alter Strom - Westmole - entlang der Wasserlinie - Waldweg hinter der Düne - Sandgrube Wilhelmshöhe - Stolteraer Weg - L12 - Warnemünde
Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: an der Strecke auf Bänken und am Strand beliebige Stellen
  • Versorgung: Gäststätten/Imbisse sowie in der Stadt viele Restaurants
  • Verkehrsreiche Straßenquerungen: keine
Landschaft: Ostseeufer, Wiesen, Wald, Wohngebiete
Wegtypen: Landstraßen mit Fußweg
Gemeindestraßen ohne Fußweg
Sandstrand
Waldwege und Strandpromenade
Fußwege in der Stadt
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, verdichteter Sand/Kies, Sandstrand

 

Kartenüberblick:

Karte für Route 076: Wanderung um Warnemünde

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Route 076: Wanderung um Warnemünde

Fotos

Alter StromFähre nach Skandinavien
OstmoleWestmole
Strand in WarnemündeMühlenstraße in Warnemünde
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