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Diese Wanderung führt von Groß Schönebeck in großem Abstand um den Wildpark Schorfheide herum. Die halbschattige Strecke durch den Mischwald hat ein flaches Profil und verläuft außerhalb der Ortschaften zumeist auf Waldwegen, Forststraßen und Feldwegen. Infos zum Wildpark findet man bei der Tour 255: Wanderung Schorfheide - Großdöllner See (ca. 11 km).

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin liegt im Bundesland Brandenburg nordöstlich von Berlin. Man kann das Gebiet innerhalb des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg über den Bahnhof Groß Schönebeck erreichen. Die Runde wurde in Uhrzeigersinn an einem Frühlingsmontag gelaufen. Über die lange Dauer der Tour sollten empfindliche Typen trotzdem Sonnenschutz auflegen. Da auch die eine oder andere Mücke herumgesummt hat, empfehle ich den Mücken- und Zeckenschutz zu beachten. Die Wanderung wurde nach Karte geplant. Im Wald bin ich dann auf zwei regionale Wanderwege gestoßen. Allerdings ist deren Markierungsabstand so groß, dass ich mich daran nicht orientieren könnte. 

Waldweg in der Schorfheide
Waldweg in der Schorfheide
Moorwiese im Wald
Moorwiese im Wald

In der Schorfheide kann man die Ruhe genießen und gut abschalten. Die Vögel zwitschern um die Wette. Mit etwas Glück, kann man im späten Frühjahr bzw. zeitigen Sommen auch den Ruf des Pirol hören. Wie bisher bei allen meinen Wanderungen in der Schorfheide habe ich auch diesmal kein Großwild zu Gesicht bekommen. Im bewirtschafteten Wald hat man im Rahmen des Mischwaldprogrammes schon vor vielen Jahren Laubbäume zwischen die großen Nadelbäume gepflanzt. Die Gehölze stehen so dicht, dass sich das Wild sehr gut verstecken kann. Da half mir auch kein Wanderbeginn gegen 7 Uhr.

Vom Bahnhof aus läft man über die Bahnhofstraße zur Eichhorster Chaussee, biegt links ab und nach 100 m an der Landstraße L100 rechts. Kurz darauf biegt man rechts in die Mühlenstraße. Auf der Mühlenstraße folgt man nach ca. 600 m einem Wegweiser nach links zum Wildpark mit einer Wandermarkierung gelber Balken. Man trifft auf die Alte Joachimsthaler Straße, biegt nach rechts und dann wieder nach links auf die Alte Triftstraße. Im Track habe ich einen Weg markiert, den man nicht als Abkürzung laufen kann, weil nach 50 m ein Verbotsschild wegen Privatgelände steht. Man muss die L100 an einer Überführung überqueren und kann dann in den Wald eintauchen. Ab hier geht es dann per Navi. Falls Waldwege wegen Forstarbeiten gesperrt sind, muss man spontan neu planen. Das ist nicht weiter aufregend, weil es quasi zwischen jeder Waldabteilung Alternativwege gibt.

Landwirtschaftliche Fläche im Wald
Landwirtschaftliche Fläche im Wald
Feldweg östlich von Groß Schönebeck
Feldweg östlich von Groß Schönebeck

Westlich der L100 trifft man im Wald auf den 3,4 km langen Rundweg Gotthardsberg, der mit einem grünen Punkt gekennzeichnet ist. Ein kleines Stück davon wird für die Wanderung genutzt und man kommt damit wieder zur L100. Hier muss man auf die östliche Waldseite wechseln und auf den Verkehr aufpassen. Der Rundweg Gotthardsberg wird hier verlassen. Gegenüber trifft man auf eine Wanderwegmarkierung grüner Balken. Diese Wanderwegmarkierung taucht den Rest der Wanderung ab und zu auf, aber ich könnte nicht schwören, dass ich immer auf diesem regionalen Wanderweg unterwegs war. Dazu braucht man vermutlich eine lokale Wanderkarte. 

Einige Wege waren im Wald östlich der L100 wegen Baumfällungen gesperrt. Dadurch musste ich meine Route etwas ändern. Der nächstmögliche Umgehungsweg war allerdings ein aufgegebener Waldweg, der vermutlich nur noch vom Jäger verwendet wird. Man konnte die Pfadspur gut sehen. Aber ich kann die gelaufene Route so nicht empfehlen. Daher habe ich den Track so korrigiert, dass der ursprünglich geplante breite Forstweg benutzt wird. 

In der Schorfheide gibt es leider kaum Bänke oder Rastplätze. Diesmal habe ich aber einige entdeckt. Sie sind im Track als Wegpunkt markiert. Eine gute Raststelle erreicht man an einem ausgedehnten Wiesengebiet innerhalb des Waldes. Hierbei wird es sich bestimmt um verlandete ehemalige Moore handeln. Die Wiesen machten den Eindruck von Weideland, allerdings habe ich keine Tiere entdeckt. Etwas weiter des Weges trifft man auf "Raschkes Eichen" mit einer Schutzhütte und außerhalb leider vergammelten Bänken. Georg Raschke war früher ein Förster im Review Hirschberg und hat diese Eichen pflanzen lassen.

Im weiteren Verlauf passiert man das Haus Wildfang und kommt später zum verlandeten Grahsee, der heute auch eine große Wiesenfläche ist. Um dieses Gebiet herum führt ein Waldweg zurück nach Groß Schönebeck. An einem Wohnhaus mitten im Wald findet sich ein Wegweiser "Zum Wildpark" und auch wieder die Wegmarkierung grüner Balken, denen man nach rechts Richtung Westen folgt. Damit es nicht zu langweilig wird, bin ich nach dem Grahsee auf einen grasbewachsenen Feldweg abgebogen, der etwas andere Landschaftseindrücke bot. Der Feldweg endet genau auf der eingangs erwähnten Mühlenstraße.

Die Strecke lässt sich ohne Eile spazieren und mit viel Verweilzeit. Die Züge fuhren an meinem Wandertag alle 2 Stunden. Ich hatte also 6 Stunden für ca. 16 km Zeit. Bei 4km/h Wandergeschwindigkeit bleiben gut 2 Stunden für Pausen. Man könnte vermutlich auch einen Abstecher zum Gut Sarnow machen und dort bei Kaffee und Kuchen entspannen. Das habe ich zeitlich aber nicht ausprobiert. Das Gut Sarnow kann ich empfehlen. 2016 war ich nach einer Wanderung dort und der Eisbecher war lecker. ;-)

 

Zuletzt gewandert: 22.05.2017
Länge: ca. 16 km
Wanderzeit: ca. 4:10 h ohne Pausen
Typ: Rundkurs in Uhrzeigersinn
Routenverlauf: Groß Schönebeck, Bahnhofstraße, Eichhorster Chaussee, Landstraße L100, Mühlenstraße, Alte Joachimsthaler Straße, Alte Triftstraße, L100, Wasserwerk Groß Schönebeck, Waldgebiet westlich der L100, Waldgebiet östlich der L100, Moorwiesengebiet, Raschkes Eichen, Haus Wildfang, Grahsee, Mühlenstraße
Besondere Hinweise:
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Moorlandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (mit Geh- und Radweg)
Landstraße (ohne Gehweg)
Ortsstraße (ohne Gehweg)
Gehweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

 

Kartenüberblick:

Karte für Tour 258: Wanderung um den Wildpark Schorfheide

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 258: Wanderung um den Wildpark Schorfheide

 

Anhänge:
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