Bewertung: 0 / 5

Stern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktivStern inaktiv
 

Diese Wanderung führt auf die nördliche Seite der Grünheider Seenkette in die Rüdersdorfer Heide in Brandenburg östlich von Berlin. Der Forst befindet sich östlich von Erkner und erstreckt sich bis nach Kagel bzw. Herzfelde. An- und Abreise erfolgen mit dem Bus vom und zum Bahnhof Erkner.

Die Wanderung hangelt sich etwas an der Landkreisgrenze zwischen den Landkreisen Märkisch-Oderland und Oder-Spree entlang, die von Ost nach West durch den Forst verläuft. Das ist aber reiner Zufall. "Touristisch" ist nach meiner Meinung nur das Gebiet nahe dem Flakensee mit dem Aussichtsturm Kranichsberg bei Erkner interessant. Der überwiegende Teil des Forstes ist eher Forstwirtschaftsgebiet. Man trifft auf Jogger und Nordic Walker der angrenzenden Ortschaften. Der Forst wird durch die A10 durchschnitten, die dadurch auch alte Waldwege durchtrennt hat. Heute gibt es eigentlich nur zwei Stellen mit Unter- bzw. Überführungen zwischen den beiden Forstteilen. Das gesamte Gebiet ist zum einen sehr groß und zum anderen sehr ruhig und gut zum Ausspannen.

Die Anreise kann über den Bahnhof Erkner erfolgen. Neben dem nahe gelegenen Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) befinden sich auch Parkplätze. Vom ZOB verkehrt die Buslinie 429, die beide für diese Wanderung wichtigen Haltestellen anfährt, am Wochenende im 2 Stundentakt. Die Starthaltestelle ist "Grünheide, Alt Buchhorst E38" und liegt im Verkehrsverbund-Berlin-Brandenburg. Die Zielhaltestelle ist "Erkner, Löcknitz Anlegestelle" und liegt im Tarifgebiet C von Berlin bzw. ebenfalls im Verkehrsverbund-Berlin-Brandenburg.

Von der Bushaltestelle führt die Wanderung direkt zum Möllensee und an dessen Ufer östlich entlang bis zur Straße "Weg Zur Erholung". Dieses Wegstück ist mit einer Wegmarkierung gelber Punkt auf weißem Grund markiert. An der Straße biegt man links ab und läuft bis zur Kreuzung der Landstraßen L23/L232. Diese Kreuzung ohne Gehweg muss man überwinden, um in den gegenüberliegenden Forst zu gelangen. Das wäre dann auch die einzig verkehrsreiche Herausforderung.

Nahe der Kreuzung beginnt ein schnurgerader tlw. grasbewachsener breiter 1,7 km langer Waldweg entlang der Landkreisgrenze und führt zum Herzfelder Weg, einem breiten befestigten Waldweg. Der Herzfelder Weg führt ebenfalls gerade durch den Forst und passiert auf halber Strecke eine Freileitungstrasse. Dem Weg wird für ca. 1,9 km gefolgt. Kurz bevor die Wanderung schräg rechts Richtung Autobahn abbiegt, trifft man lt. Karte auf den 65 m hohen Fuchsberg. Leider war der "Berg" nicht zu entdecken. Das Terrain ist sehr flach und es war nur eine ganz normal bewaldete Waldabteilung zu sehen. Ich vermute Ungenauigkeit im Kartenmaterial, was aber nicht weiter tragisch war, da es sich um keinen Aussichtspunkt handelt.

Die Wanderung biegt wie erwähnt schräg rechts ab und führt auf einem Waldweg zum Rüdersdorfer Weg, einem gradbewachsenen Waldweg mit Fahrspur. Direkt an der Wegkreuzung steht eine überdachte Pinknickstelle, die man gut für das erste Picknick nutzen kann. Anschließend geht es rechts weiter auf dem Rüdersdorfer Weg bis zum nächsten kreuzenden großen Waldweg, der links unter der Autobahn hindurch führt.

Direkt nach dem Tunnel biegt die Wanderung rechts ab und verläuft nun eine Weile auf grasbewachsenen Nebenwaldwegen, die offenbar nur selten von Forstfahrzeugen oder Wanderern benutzt werden. Bei der Orientierung sollte das Navi genutzt werden, weil es doch recht kurvig und verzweigt zugeht. Das große Ziel der Wanderung ist der Aussichtsturm auf dem 105 m hohen Kranichsberg. Der Eintritt kostete für Erwachsene 1,50 EUR (Stand 07/2016). Mehrere Holztreppen führen auf die verglaste und wettergeschützte Aussichtsplattform über den Baumkronen. Die Fernsicht ist phänomenal. Westlich gut erkennbar der Berliner Fernsehturm und die Seen am Fuße von Erkner, südlich die Seenkette. Dazu in alle anderen Richtung schier endloser Wald. Wer bisher nicht geglaubt hat, Brandenburg sei grün, kann sich von hieraus überzeugen. Innerhalb des Aussichtsturmes befindet sich entlang der Treppen eine Ausstellung zum ehemaligen Filmpark Rüdersdorf. Am Fuß des Turmes befinden sich überdachte Rastmöglichkeiten, die zu einer zweiten Rast einladen.

Die Wanderung führt anschließend durch die Heide hinunter zum Flakensee. Das erste bisschen Zivilisation ist ein Campingplatz. Hier trifft man auf ein kleines Teilstück des 66-Seen-Wanderweges und folgt ihm entlang der Löcknitz bis zur Fangschleusenstrasse (L 38), wo man auch direkt die Zielhaltestelle "Erkner, Löcknitz Anlegestelle" findet.

Zuletzt gewandert: 02.07.2016
Länge: ca. 15 km
Wanderzeit: ca. 4:00 h zzgl. 2 Stunde Pause und Besichtigung
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Bushaltestelle "Grünheide, Alt Buchhorst E38", Möllensee, Weg Zur Erholung, Kreuzung L23/L232, Herzfelder Weg, Rüdersdorfer Weg, Aussichtsturm Kranichsberg, 66-Seen-Wanderweg, Löcknitz, Bushaltestelle "Erkner, Löcknitz Anlegestelle"
Besondere Hinweise:
  Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Gewässerlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Landstraße (ohne Gehweg)
Ortsstraße (ohne Gehweg)
Gehweggetrennter oder gemeinsamer Geh- und Radweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Pfad
Wegbeschaffenheit: Asphalt, verdichteter Sand/Kies, Schotterweg, Grasweg, wurzeldurchsetzter Waldweg

 

Kartenüberblick:

Karte für Tour 112: Wanderung durch die Rüdersdorfer Heide

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Tour 112: Wanderung durch die Rüdersdorfer Heide

Fotos

Möllensee
Möllensee
Waldblüten
Waldblüten
Schwebfliege
Schwebfliege
Waldweg in der Heide
Waldweg in der Heide
Weinbergschnecke
Weinbergschnecke
Löcknitz
Löcknitz