Vor einer Tour sollte man sich mit den präventieven Maßnahmen gegen Zeckenstiche auf der Seite 1. Hilfe und Gesundheit vertraut machen.

Nach der Tour steht die Körperkontrolle auf Zecken an:

  1. Wander- oder Radkleidung möglichst schnell wechseln und ab unter die Dusche. Verzögerungen können dazu führen, dass auf der Kleidung haftende Zecken sich doch noch ein Plätzchen suchen.
  2. Den Körper sorgfältig absuchen. Achtung: Nymphen sind nur 1 mm groß und kaum zu sehen. Suche insb. auch in Kniekehlen, Achseln, Leistengegend. Bei Kindern die Kopfhaut, Haaransatz, hinter den Ohren.
  3. Zeckenentfernung am besten mit einer Splitterpinzette aus Metall. Manche Pinzetten haben auch eine Lupe. Die Zecke sehr hautnah vor dem Kopf fassen und vorsichtig etwas hin und herbewegen, damit sich die Widerhaken um den Stechapparat lockern. Dann nach oben herausziehen und Wunde desinfizieren.
  4. Man kann Zecken privat direkt ins Labor einschicken (IgL) und prüfen lassen, ob die ZECKE mit Borrelien oder FSME-Viren infiziert ist und als Überträger überhaupt in Frage kommt.

 

Auf keinen Fall!

Manchmal liest man selbst heute noch falsche Ratschläge. Folgende Dinge sollten nach meiner Kenntnis beachtet werden:

  • Zecken keinesfalls "herausdrehen". Sie haben kein Gewinde! Dadurch verbleiben eher Reste des Stechapparates in der Haut.
  • Zecken keinesfalls mit Öl oder dgl. beträufeln. Sie sondern dadurch nur noch mehr Sekret in die Haut ab und lassen trotzdem nicht los.
  • Verwenden Sie keine stumpfen Kunststoffzangen oder sonstiges Werkzeug, mit dem man die Zecke nicht gezielt am Beißapparat greifen kann. Wenn man sie am Körper erwischt, werden die Tiere gequetscht und die Infektionsgefahr steigt.
  • Vertrödeln Sie mit der Entfernung keine Zeit! Besorgen Sie sich rechtzeitig eine Splitterpinzette, damit Sie sofort eine Zecke entfernen können. Jegliche Wartezeit, weil man z.B. erst einen Arzt aufsucht, erhöht das Infektionsrisiko wegen längerer Verweildauer in der Haut.