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Oder-Neiße-Radweg Zeichen Der Oder-Neiße-Radweg wurde auf der Strecke Ahlbeck-Hohensaaten von Nord nach Süd gefahren. Der Streckenabschnitt zwischen Ahlbeck und Ueckermünde verläuft parallel mit dem Berlin-Usedom-Radweg. Generell ist die Wegqualität sehr gut und die Route möglichst verkehrsarm geführt. Nur auf kurzen Teilstrecken, insbesondere auf alten Straßen, kann man noch auf schlechten Belag treffen.

Vorgänger-Tour: 064: Ostsee-Fernradweg/Ostsee-Küstenradweg von Travemünde bis Ahlbeck (ca. 350 km)

Nachfolger-Tour: 070: Oder-Havel-Radweg von Hohensaaten bis Finowfurth (ca. 44,6 km)

Tag 1: Ahlbeck - Zecherin

Von Ahlbeck geht es Richtung Westen in die etwas ruhigere Zone der Insel abseits vom Ostseebäder-Tourismus. Auf dieser Etappe erhält man Gelegenheit für einen Besuch des Technik- und Zweiradmuseums in Dargen oder eine Besichtigung der Ausstellung im Anklamer Tor in Usedom. Insbesondere das Museum in Dargen mit seinen zich tausend Sammelobjekten aus der DDR vom Bleistift bis zum Traktor und Bus reicht für stundenlange Besichtigungen.

Die Strecke verläuft vorbei an Wiesen, Weiden und durch Waldabschnitte durch die Ortschaften Korswandt, Garz, Kutzow, Bussin, Dargen, Prätenow, Gummlin nach Stolpe. In Prätenow kann man ein Wisentgehege besichtigen.

Der Abschnitt zwischen Stolpe und Usedom verläuft durch den Wald. Ab der nachfolgenden Ortschaft Wilhelmshof Ausbau trifft man leider auf 2 km Straße mit völlig zerstörter Asphaltdecke, die über Mönchow bis Karnin verläuft. In Karnin kann man die Reste der Hubbrücke Karnin besichtigen. Am Ufer stehen dazu Informationstafeln zu dieser ehemaligen technischen Meisterleistung.

Über Kölpin erreicht man schließlich Zecherin.

Kartenüberblick:

Karte für Tour 069 Tag 1

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


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Tag 2: Zecherin - Ueckermünde

Die Route von Zecherin nach Ueckermünde ist eine gute Fahrstrecke mit durchgehend einheitlicher Ausschilderung. Es entsteht der Eindruck, die Wegstrecke wurde gewissenhaft ausgewählt und individuell präpariert. Dazu gehören neu gebaute Asphaltradwege auf Feld- und Wiesengebiet neben Straßen ebenso wie neu gepflasterte Radwege in Anklam. In den Naturschutz- und Waldgebieten hat man die Radwege mit verdichtetem Sand/Kies präpariert und möglichst um die Bäume herum geführt. Insbesondere nach Anklam auf einer längeren Wirtschaftswegstrecke wurde der geröllige Mittelstreifen der Betonplattenwege mit Asphalt verfüllt. Selbst der in die Jahre gekommene Asphalt läßt sich noch recht gut fahren. Vor Ueckermünde gibt es dann wieder überwiegend Asphaltradweg.

Von Zecherin geht es zunächst in einem großen Westbogen nach Anklam. Über die wiedererbaute Holzbrücke am Hafen gelangt man in die Altstadt und direkt zur wieder eröffneten Nikolaikirche. Sie ist einen Besuch wert, insbesondere die Turmbesteigung. Über 233 Stufen erreicht man die Galerieebene auf ca. 52 m über NN und kann den Rundumblick genießen. Wer mehr Zeit mitbringt, findet in Anklam weitere Museen und Sehenswürdigkeiten zum Besichtigen. Vorschläge dazu findet man in der Kirche. (Hauptsaison 2012 geöffnet von 10-17 Uhr, Stand 27.06.2012)

Anklam wird nach Osten verlassen. Weiter geht es über alte Wirtschaftswege vorbei an Schanzenberg und Gnevezin Richtung Anklamer Fähre. Am Wehr bei der Informationstafel wird rechts in einen Schotterweg eingebogen der nach kurzer Zeit in einen befestigten Sand/Kiesweg übergeht. Die Strecke verläuft hier durch das Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch und die wiedervernässten Peenewiesen. Eine herrliche Naturlandschaft mit vielen Wasservögeln und einer riesigen Kormorankolonie am gegenüberliegenden Ufer.

Anschließend wird Bugewitz durchgequert und nach der Ortschaft links Richtung Leopoldshagen abgebogen. Hier verläuft die Strecke auf Feld- und befestigten Waldwegen. Nach kurzer Fahrt erreicht man den überdachten Rastplatz "Hohe Heide". Der Radweg überquert kurz danach die L31 und führt anschließend rechts an Leopoldshagen vorbei. Durch den Wald erreicht man Mönkebude, durchquert die Ortschaft und fährt anschließend auf einem Radweg weiter parallel zur L31 nach Grambin. Nach der Ortschaft wird die Brücke über die Zarow überquert und schon ist man in Ueckermünde.

In Ueckermünde kann man das Haffmuseum in der Altstadt besuchen oder den Tierpark, der einen Touch Streichelzoo mit Wildtieren hat. Ebenso kann man durch die Altstadt bummeln und die Vorräte in den Supermärkten auffüllen.

Kartenüberblick:

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Tag 3: Ueckermünde - Lebehn

Die Etappe von Ueckermünde nach Lebehn ist schon fast ein Fahrrad-Highway. Der größte Teil der Strecke wird auf asphaltierten Fahrradwegen oder Straßen zurückgelegt. In Ueckermünde geht es zunächst gerade durch die Altstadt, über die Brücke und dann auf einem Radweg Richtung Bellin. Im Wald gibt es ein kurzes Stück Betonplattenradweg. Anschließend wird auf der relativ verkehrsarmen Straße über Vogelsang-Warsin nach Warsin gefahren. In Warsin geht es rechts auf einen Waldweg. Mitten im Wald stößt man dann auf ein Stück asphaltierten Radweg. Das gesamte Gebiet zählt zum Naturpark "Am Stettiner Haff".

Schließlich erreicht man einen Aussichtsturm am Neuwarper See mit Blick bis nach Neuwarp (Nowe Warpno) auf polnischer Seite. Von hier sind es nur noch wenige Minuten bis nach Rieth. In Rieth schwenkt die Strecke auf den als Radweg präparierten alten Bahndamm der Randower Kleinbahn. Schnurgerade geht es durch den Wald nach Ludwigshof und anschließend nach Hintersee. Hier wird die ehemalige Gleisstrecke verlassen und nach etwas hoppeligem Kopfsteinpflaster auf den Radweg an der L283 eingebogen.

Der Weg führt nach Glashütte, wo man auf der Straße weiterfährt bis nach Grünhof. Hier wird links abgebogen nach Pampow. In Pampow gibt es nach langer Zeit wieder eine überdachte Picknick-Zone. Von Pampow geht es weiter auf verschiedenen Dorf- und Verbindungsstraßen nach Blankensee und Plöwen. Kurz nach Plöwen erreicht man die B104 und biegt nach rechts auf den Radweg nach Löcknitz ein. Diesen Schlenker hat man offenbar der Bahnlinie und fehlenden Bahnübergängen und/oder akzeptablen Wegen im Wald zu verdanken.

Von der B104 biegt man links in die Karl-Liebknecht-Straße ein, überquert die Retziner Straße und fährt bis zum Parkplatz. Vom Ende des Parkplatzes verläuft links ein wurzeliger Waldweg entlang des Löcknitzer Sees. Mittendrin kann man eine 1000-jährige Eiche besteunen. Schließlich schwenkt die Strecke wieder auf die L283, der bis um eine lange Rechtskurve gefolgt wird. Nach ein paar hundert Metern biegt man links in eine Kreisstraße ein und erreicht über Rambin und Sonnenberg den Tageszielort Lehbehn am Lebehner See.

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Karte für Tour 069 Tag 3

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Tag 4: Lebehn - Schwedt

Auch diese Etappe verläuft meist auf sehr guten asphaltierten Wegen oder verkehrsarmen Straßen. Ebenso geht es wieder munter hügelauf und hügelab. Glücklichweise reicht der Schwung von hügelab meist für hügelauf. :-)

Von Lebehn geht es auf dem Radweg entlang der B113 nach Krackow. Hier kann man die Gelegenheit nutzen, das Kutschen-, Schlitten- und Oldtimermuseum zu besichtigen. Das Museum ist ausgeschildert. Von Krackow verläuft die Strecke weiter über Kreisstraßen über Wollin nach Penkun. In Penkun ist der Radweg am Schlosssee und am Schloss Penkun mit seinem Museum vorbeigeführt. Weiter geht es Richtung Schönfeld, der ersten Gemeinde im Land Brandenburg. Nach der Ortschaft trifft man wieder auf der B113 und folgt ihr bis nach Tantow. Hier ist im Vergleich zu früheren Routenempfehlungen eine neue Wegführung ausgeschildert.

Es geht ein Stück entlang der Bahnschiene zurück nach Norden. Schließlich biegt man rechts in eine Straße, die direkt Richung Oder führt. In Neurochlitz beginnt der Nationalpark Unteres Odertal, der sich bis nach Hohensaaten zieht. Das Tal mit den angrenzenden Oderhängen ist der einzige Flussauen-Nationalpark Deutschlands. Kurz nach der Ortschaft gelangt man an einen direkten Grenzbereich mit zwei Grenzsteinen. Die Strecke führt auf deutscher Seite rechts weiter über Staffelde nach Mescherin. Hier kann man die Westoder begrüßen und jubeln. smile

Nach einem kurzen Stück direkt am Ufer geht es odernah weiter durch den Nationalpark Unteres Odertal. Nach einer angenehmen Waldstrecke erreicht man Gartz, fährt durch den Ort und landet schließlich auf einem langen schönen Deichweg entlang der Westoder und anschließend der Havel-Oder-Wasserstraße. Abschnittsweise schnurgerade geht es kilometerweit bis nach Schwedt, wo man zuerst natürlich von der chemischen Industrie begrüßt wird. Die Schwedter Altstadt läßt zu einem Bummel oder einem Stadtrundgang ein.

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Tag 5: Schwedt - Hohensaaten

Etappe 5 hätte sich fast so angenehm gestaltet, wie Etappe 4, wenn da nicht zum Tourzeitpunkt Deichertüchtigungsarbeiten stattgefunden hätten.

Von Schwedt geht es zunächst am Ufer entlang aus der Stadt Richtung Südosten und über die erste Brücke auf die Ostseite der Havel-Oder-Wasserstraße. Auf dem Deich geht es entlang bis zur nächsten Brücke, wo man wieder auf die Westseite des Kanals fährt. Es geht nun auf einem Radweg entlang der Fließallee bis nach Zützen.

Hier würde man nun wieder auf die Ostseite des Kanals auf einen schönen langen Deichweg wechseln, aber durch Bauarbeiten folgte nun eine Umleitung. Der Ausweichbogen schlägt mit ca. 7 km Zusatzstecke zu Buche. Die Umleitung ist vorbildlich mit gelben Hinweiszeichen ausgeschildert. Von Zützen ging es auf der Straße nach Criewen. Hier hat man die Möglichkeit das Nationalparkhaus zu besichtigen. Das ist auch bei Fahrt der Originalroute auf der Kanalostseite möglich, da es in Criewen eine Brücke gibt. In Criewen wird den Umleitungsschildern nach rechts gefolgt. Anschließend geht es nach links auf Wirtschaftswegen mit Betonplatten hügelauf und hügelab nach Stützkow.

Natürlich kann man der Umleitung auch etwas gutes abgewinnen. Abgesehen davon, dass die strammen Wadeln noch strammer werden, erreicht man Stützkow oben auf dem Berg und hat so die Möglichkeit, direkt zu einem herrlichen Aussichtspunkt zu fahren. Der Aussichtspunkt ist ausgeschildert. Der Weg beginnt an einem Picknickpunkt mit Parkplatz. Nach Genuß der Aussicht über das Untere Odertal geht es auf der Bergstraße steil nach unten und dann über die Brücke auf die Ostseite der Havel-Oder-Wasserstraße zur Originalroute des Radweges.

Auf dem Deichweg geht es zunächst nach Stolpe. Schon von weitem sieht man den Stolper Turm, das Überbleibsel einer Burganlage aus dem 12. Jh. Wer Zeit für einen Aufstieg hat, kann einen weiten Blick über das Odertal genießen.

Auf dem Deichweg geht es weiter vorbei an Stolzenhagen und Lunow. Ab Lunow fährt man direkt zwischen der Oder und dem Kanal bis nach Hohensaaten. Hier wurde der Oder-Neiße-Radweg verlassen.

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Karte für Tour 069 Tag 5

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Zuletzt gefahren: 26.06.-01.07.2012
Länge: Tag 1: ca. 35,7 km
Tag 2: ca. 50,9 km
Tag 3: ca. 70,1 km
Tag 4: ca. 60,9 km
Tag 5: ca. 36,6 km
Fahrzeit: 5 Tagesetappen
Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Tag 1: Ahlbeck, Koswandt, Garz, Dargen, Prätenow, Gummlin, Stolpe, Usedom, Wilhelmshof Ausbau, Mönchow, Karnin, Kölpin, Zecherin.

Tag 2: Zecherin, Anklam, Schanzenberg, Gnevezin, Bugewitz, Leopoldshagen, Mönkebude, Grambin, Ueckermünde

Tag 3: Ueckermünde, Bellin, Vogelsang-Warsin, Warsin, Rieth, Ludwigshof, Hintersee, Glashütte, Grünhof, Pampow, Blankensee, Plöwen, Löcknitz, Rambin, Sonnenberg, Lehbehn

Tag 4: Lebehn, Krackow, Wollin, Penkun, Tantow, Neurochlitz, Staffelde, Mescherin, Gartz, Schwedt

Tag 5: Schwedt, Zützen, Criewen, Stützkow, Stolpe an der Oder, Stolzenhagen, Lunow, Hohensaaten
Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: viele Möglichkeiten an der Strecke. Zusätzliche Punkte siehe Track. Die markierten Picknickplätze sind oft Bänke, die nicht unbedingt ganzjährig vorhanden sein müssen.
  • Versorgung: Proviant ratsam. Ansonsten in den größeren Ortschaften.
Landschaft: Ostseeküste, Kanalufer, Flußufer, Wiesen, Felder, Wald, Wohngebiete
Wegtypen:

Straßen (mit und ohne Fahrradweg)
eigenständig geführte Radwege
gemeinsam genutzte Wege für Fußgänger und Radfahrer
Land- und Forstwirtschaftliche Wege
Deichwege bzw. Verteidigungsstraßen

Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, Betonplatten, verdichteter Sand/Kies

Fotos

Seebrücke Ahlbeck Kirche in Mönschow
Peenebrücke bei Zecherin Blick von der Nikolaikirche zu den Peenewiesen
Naturschutzgebiet Anklamer Stadtbruch mit den Peenewiesen Radweg bei Leopoldshagen
Stadthafen von Ueckermünde Kirche in Rieth
Rieth Neuwarper See
Landschaft nahe Plöwen Kutschen-, Schlitten- und Oldtimer-Museum Krackow
Feld nahe Neurochlitz Deutsch-Polnische Grenze
Westoder Blick vom Aussichtspunkt bei Stützkow
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