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Die Landschaft um die Ober- und Unteruckersee wurde von der letzten Eiszeit speziell zum Genießen angelegt. Nach den Tieren und Pflanzen haben das auch die Menschen bemerkt. Grund genug, um ein weiteres Stück Uckermark mit dem Rad zu entdecken. Die An- und Abreise erfolgte über den Bahnhof Seehausen (Uckermark). Die Landschaft und die Ruhe waren herrlich! Die beiden großen Seen sind übrigenes gar nicht immer zu sehen, auch wenn das auf der Karte so aussieht. Zur Erntezeit sollte man die Gepäcktaschen mitnehmen. Es gibt Gemüse, Obst und Honig käuflich am Straßenrand.

Seehausen liegt genau zwischen beiden Seen und so ergibt sich die Möglichkeit, eine seltene 8-förmige Route zu fahren. Der Bahnhof liegt im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Es gibt unterwegs viele Rastmöglichkeiten und auch verschiedene Einkaufs- bzw. Verpflegungsmöglichkeiten. Mindestens in Prenzlau sollte man auch sonntags etwas bekommen. Eigener Proviant ist aber trotzdem ratsam. An heißen Tagen unbedingt genug zu Trinken mitnehmen!

Das Streckenprofil ist hügelig. Auch wenn man mal etwas strampeln muss, sind die Abfahrten sehr angenehm. Es gab nur eine kurze sehr steile Stelle, wo ich schieben musste. Am Oberuckersee hat man wegen Alleebäumen und einem Stück Wald einen schattigen Streckenabschnitt. Die restliche Route ist dagegen sonnig. Die Tour wurde von Seehausen Richtung Warnitz um den Oberuckersee in Uhrzeigerrichtung zurück nach Seehausen und anschließend um den Unteruckersee entgegengesetzt zum Uhrzeigersinn gefahren.

Felder am Oberuckersee
Felder am Oberuckersee
Mohnblumen
Mohnblumen


Die Radtour verläuft zwischen den kleinen Ortschaften zumeist auf Gemeinde- oder Kreisstraßen. Der Fahrbahnbelag ist daher oft Asphalt oder Betonfahrspur (z.B. Nähe Großer Potzlowsee). In Prenzlau findet man Pflaster. An seltenen Stellen, z.B. bei Fergitz, auch mal ein Stück Kopfsteinpflaster. Es gibt nach meiner Meinung nur eine komplizierte Stelle. Einige hundert Meter nach dem Seelübber See gibt es vor Prenzlau einen Pfad durch das Landschilf. Der Pfad ist wirklich nur ca. 30 cm breit. Fahrradfahrer werden zwar gebeten abzusteigen, das ist aber durchaus schwierig, weil man sich neben dem Fahrrad schon am Schilf vorbei quetschen muss. Langsame Schrittgeschwindigkeit und konzentriertes Fahren mitten im Pfad ist da vielversprechender. Aber immer darauf gefasst zu sein, zu bremsen! Ich sehe das Risiko eher bei der Begegnung mit zu schnellen Radfahrern aus der Gegenrichtung.

Mehrmals gab es am Straßenrand in den Ortschaften Honig zu kaufen und ab und zu auch Gemüse oder Obst aus dem Hausgarten.

Wer näheres zur eiszeitlichen Entstehungsgeschichte lernen möchte, sollte auf dem hochgelegenen Rastplätz "Drei-Seen-Blick" auf den Eulenbergen rasten. Hier steht eine anschauliche Informationstafel mit den Erklärungen der Fachbegriffe. Ebenso kann man von dort oben die landschaftliche Ausprägung mit den Karten und Erklärungen vergleichen.

Das weitläufige Schilfgebiet zwischen den beiden großen Seen ist eines der größten zusammenhängenden Rohrichtflächen Norddeutschlands. Das meiste sind Schilfflächen an Land auf ehemaligen Feuchtwiesen. Der ca. 4 km lange und 1,5 km breite Lebensbereich gehört zu einem Europäischen Vogelschutzgebiet.

Der Knaller der Tour kam auf der Ostseite des Unteruckersees. Nichtsahnend die Stille genießend und verträumt durch die Felder radelnd, tauchten plötzlich ganz viele parkende Autos auf, dann ganz viele am Straßenrand schlafende junge Leute beim Impro-Camping und dann... umpf umpf umpf umpf... was ist das? Ein Rave-Konzert? Technoparty? Versteckte Gebäude hinter den Bäumen.... und schwups war ich vorbei und zurück waren die stillen Felder und Hügel. Ich habe später herausgefunden was es war und es wird sich wiederholen. Es war das UckerAlm Festival in Seelübbelaughing

Radfahrer auf dem Fernradweg Berlin-Usedom fahren übrigens die komplette Weststrecke dieser Radtour von Prenzlau entlang am Unteruckersee und Oberuckersee bis Schifferhof. Danach zweigt die Strecke ab.

 

Zuletzt gewandert: 10.07.2016
Länge: ca. 53 km
Wanderzeit: ca. 4 h ohne Pausen. 1,5 h Standzeit.
Typ: Rundkurs in Uhrzeigersinn und entgegen Uhrzeigersinn
Routenverlauf: Seehausen, Quast, Warnitz, Schifferhof, Suckow, Fergitz, Potzlow, Seehausen, Seelübbe, Prenzlau, Röpersdorf, Zollchow, Strehlow, Potzlow, Seehausen
Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: siehe Track
  • Versorgung: eigener Proviant
  • Verkehrsreiche Straßenquerungen: keine
Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft: Gewässerlandschaft, ackergeprägte Kulturlandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet
Wegtypen: Ortsstraße
Kreisstraße
getrennter oder gemeinsamer Geh- und Radweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, Beton, Plattenweg, verdichteter Sand/Kies

 

Kartenüberblick:

Karte für Radtour 174: Unteruckersee, Prenzlau und Oberuckersee

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Radtour 174: Unteruckersee, Prenzlau und Oberuckersee

Fotos

Unteruckersee
Unteruckersee
Prenzlau
Prenzlau
Anhänge:
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