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Wegkennzeichen SpreeradwegDer Spreeradweg zählt zu den beliebten Flußradwegen Deutschlands. Merkwürdigerweise enden die meisten Reiseangaben im Internet in Berlin Köpenick. Diese Route führt bis zur Mündung der Spree in die Havel nach Berlin-Spandau. Die ca. 415 km lassen sich auf 7 Etappen aufteilen, die gut zu fahren sind. Die beiden ersten Etappen sind noch etwas bergig, danach geht es ins Brandenburger und Berliner Flachland. Man könnte die Tour auch per Bahn gestalten und zu bestimmten Punkten an- und wieder abreisen. Aufgrund der großen Entfernungen lohnt sich hier aber eher eine einwöchige Radtour.

Am Tag der Anreise erfolgte nur ein Besuch der höchsten Spreequelle per Wanderung. Durch die recht lange Anreise mit Nahverkehrszügen ist das ein guter Einstieg in die Tour. Auf Etappe 1 kann man dann die beiden anderen, die wasserreichste und die älteste Spreequelle besichtigen. Die Spree ist ca. 400 km lang, aber nur 182 km sind schiffbar. Aus dem Oberlausitzer Bergland fließt sie zunächst nach Bautzen. Dort wird sie in der Talsperre gestaut. Danach fließt sie als zwei Flüsse weiter, die Kleine Spree und Große Spree. Die Kleine Spree durchquert die Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft auf ca. 40 km und mündet dann wieder in die Große Spree.

Bei Spremberg wird die Spree in der Talsperre Spremberg gestaut. Anschließend fießt sie in den Spreewald und verzweigt sich dort in viele Arme. Wiedervereint erreicht sie anschließend den Schwielochsee. Über Beeskow und Fürstenwalde erreicht die Spree schließlich den Müggelsee. Anschließend fließt sie durch Berlin und mündet in Berlin-Spandau in die Havel.

Die Spree wird offiziell als ein Nebenfluss der Havel geführt, obwohl sie länger und an ihrer Mündung wesentlich wasserreicher ist.

Typ: Streckenkurs
Routenverlauf: Wanderung zur Quelle: Eibau - Quelle
Etappe 1: Eibau - Bautzen
Etappe 2: Bautzen - Spremberg
Etappe 3: Spremberg - Byhleguhre
Etappe 4: Byhleguhre - Neu Lübbenau
Etappe 5: Neu Lübbenau - Beeskow
Etappe 6: Beeskow - Erkner
Etappe 7: Erkner - Spandau 
Besondere Hinweise: Warnung vor Mücken Warnung vor Sonne Warnung vor Zecken
Landschaft:
(vereinfacht)
Gewässerlandschaft, ackergeprägte Kulturlandschaft, grünlandgeprägte Kulturlandschaft, Waldlandschaft, Siedlungs- und Infrastrukturgebiet, Bergbaulandschaft 
Wegtypen: Bundesstraße (ohne Radweg)
Bundesstraße (mit Radweg)
Landstraße (mit Radweg)
Landstraße (ohne Radweg)
Ortsstraße (mit Radweg, Radfahrstreifen oder Schutzstreifen)
eigenständiger Radweg
Fahrradstraße
getrennter oder gemeinsamer Geh- und Radweg
land- oder forstwirtschaftlicher Weg 
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, selten Kopfsteinpflaster, Beton oder Plattenweg, verdichteter Sand/Kies, kurzes Stück Schotterweg, Schlaglöcher möglich 

 

Kartenüberblick:

Karte für Radtour 175: Spreeradweg

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Wanderung 180: Wanderung zur Spreequelle

Zuletzt gewandert: 05.06.2016
Länge: ca. 8 km
Wanderzeit: ca. 2:45 h mit Pausen

 

Der erste Tag startete mit einer kleinen 8 km Wanderung zur geografisch höchst gelegenen Spreequelle. Tatsächlich gibt es drei Quellen, die zu unterschiedlichen Zeiten entdeckt wurden. Die "Highlander-Quelle" wurde dann diejenige mit den meisten Höhenmetern. Sie befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Kottmarwald oberhalb der Ortschaft Eibau. Man kann zwar mit dem Fahrrad hinauf fahren, aber der Weg ist steil und die Ausschilderung im Wald schlecht. Zusätzlich wurde das durch Straßenbauarbeiten auf der in den Wald führenden Ortsstraße beeinflusst. Zu Fuß kann man eine kleine ca. 8 km Wanderung auf dem ausgeschilderten Sagen-Wanderweg machen, der die Spreequelle einschließt.

Durch den Wald führen weitere lokale Wanderwege, u.a. zur Sprungschanze oder dem leider gesperrten ehemaligen Kottmarturm auf dem 583 m hoch gelegenen Kottmar. Es war zum Zeitpunkt der Wanderungen alles geschlossen und scheinbar auch vieles nicht mehr in Betrieb. Mit Einkehr in Gaststätten sollte man nicht rechnen, es sei denn, es ist gerade eine Sommerveranstaltung auf dem Schanzen-Areal. Der hohe und dichte Fichtenwald macht einen etwas urigeren Eindruck im Vergleich zu Brandenburger Wäldern. Die Gegend ist sehr ruhig. Großwild konnten wir nicht entdecken.

Die Spreequelle kommt völlig unromantisch monumental eingefasst in einem pompösen Kriegerdenkmal zum I. Weltkrieg daher. Zu allem Unbill kann man die Quelle nicht rinnen sehen, denn sie wird vom Denkmal in einem Miniteich aufgestaut. Erst ein Überlauf gestattet den Abfluß. Ich habe schon manche Quelle gesehen, aber die menschlichen Eingriffe an dieser Stelle empfand ich als überaus unpassend. Vor etlichen Jahrzehnten war man da offenbar anderer Meinung.

Profil der Route:

Profil für Wanderung 180: Wanderung zur Spreequelle

Fotos

Kottmarforst
Kottmarforst
Kottmarturm
Kottmarturm
 

Radtour 181: Etappe 1: Eibau - Bautzen

Zuletzt gewandert: 06.06.2016
Länge: ca. 52 km
Fahrzeit: ca. 4:45 h ohne Pausen

 

Die 1. Fahrrad-Etappe führte von Eibau nach Bautzen. Dieser Etappe vorausgegangen war am Anreisetag eine Wanderung von Eibau zur geografisch höchstgelegenen Spreequelle. Wer die Steigung auf halbe Höhe des Berges mit dem Fahrrad bewältigen kann und möchte, kann die Etappe auch anders planen.

Die beste Beschreibung des Streckenprofiles ist sicherlich "bergig". Als durchschnittlich fitter Erwachsener benötigt man jedoch kein eBike. Stromabwärts sind die Steigungen kurz und die Abfahrten lang. Mit 8-Gang-Getriebe kommt man bis auf 3 oder 4 sehr steile Abschnitte zurecht. Eine Minute Schieben ist kein Beinbruch. Unterwegs finden sich ausreichend Rastplätze. Die Streckenführung im Sächsischen Teil des Spreeradweges wurde in den vergangenen Jahren stark verändert. Einige Radwege abseits der verkehrsreichen Straßen wurden neu gebaut oder saniert. Sämtliche ehemalige Führungen auf der brenzligen B96 wurden verlegt. Auch andere stark frequentierte Land- oder Kreisstraßen werden gemieden.

Der Spreeradweg verwendet durchgängig das oben angegebene Radwegzeichen. Eine sprudelnde blaue Quelle mit einem stilisierten blauen Fluß und ein schwarzes Brandenburger Tor. Auf vielen Aufklebern ist das Blau durch die Sonne komplett verschwunden. Nur das Tor ist noch zu sehen. Die Ausschilderung ist an einigen Stellen lückenhaft. Manchmal fehlt die Beschilderung stromabwärts. Stromaufwärts findet man sie dagegen auf der anderen Straßenseite. Partiell fehlt die Auszeichnung komplett. Gut also, wenn man ein Navi dabei hat.

Kurz nach dem Start erreicht man die Ortschaft Neugersdorf. An der Volksbadstraße Nähe dem Volksbadteich findet man eine weitere Spreequelle, die als die wasserreichste gilt, die Neugersdorfer Spreequelle. Die gußeiserne Einfassung wurde beim Bau des Stadtbades etwas verlegt. An der Ortsgrenze von Neugersdorfer und der Nachbarortschaft Ebersbach befindet sich dann die älteste geschichtlich einwandfrei belegte Spreequelle, der Spreeborn. Etwa 20 m entfernt fließt die Neugersdorfer Quelle bereits als kleiner Bach vorbei.

Am Ankunftsort Bautzen sollte man Zeit für einen Stadtrundgang einplanen. Die Stadt hat etwas zu bieten und man findet auch das eine oder andere Restaurant in Mitten der jahrhunderte alten Geschichte.

Hinweis: Auch mit Navi gab es eine Kreuzung, die so ungeschickt ausgeschildert war, dass trotzdem falsch abgebogen wurde. Siehe Markierung im Track. Dabei handelt es sich um die spitzwinklige Einmündung der Dorfstraße (S 116) zur August-Bebel-Straße (B 96) in Großpostwitz. Vom Radweg der B96 kommend suggeriert der Wegweiser, man müsse in die Dorfstraße abbiegen. Obendrein ist die Radwegführung selten dämlich. Man muss in Wirklichkeit vom Radweg auf der rechten Seite der B96 über den Überweg nach der Einmündung auf den Radweg auf der gegenüberligenden Seite, der offenbar ein gegenläufiger Radweg sein soll. Eine Ausschildung dafür war nicht zu entecken. Und kaum hat man dort seine Fahrt fortgesetzt, muss man links in die unscheinbare Bahnhofstraße abbiegen. Auch diese Abfahrt kann man leicht übersehen.

Profil der Route:

Profil für Radtour 181: Etappe 1: Eibau - Bautzen

Fotos

Spreeborn
Spreeborn
Sonnenuhrendorf Taubenheim
Sonnenuhrendorf Taubenheim
 
Schirgiswalde
Schirgiswalde
Bautzen
Bautzen

  


Radtour 182: Etappe 2: Bautzen - Spremberg

Zuletzt gewandert: 07.06.2016
Länge: ca. 73 km
Fahrzeit: ca. 6:00 h ohne Pausen

 

Die mittelalterlichen Bautzener Festungsgemäuer sind bis heute der Herstellungs- und Lagerort des weltberühmten Bautz'ner Senfes. Über die ehemaligen Wassertürme werden die Kisten nach unten transportiert und dann auf Spreekähne verladen. Auf diese umweltschonende Weise werden seit Jahrzehnten Berlins Verkaufsstellen beliefert. wink laughing laughing

Die 2. Etappe des Spreeradweges führt von Bautzen nach Spremberg. Wie auf der ersten Etappe entdeckten wir auch diesmal mehrere Änderungen der Wegführung zur Vermeidung stärker befahrener Straßen. Das Höhenprofil ist auf den ersten ca. 15 km wieder bergig. Danach wechselt es recht unvermittelt zu leicht hügeligem Flachland. Die Strecke ist anfangs landschaftlich recht abwechslungsreich. 

Zum Zeitpunkt der Tour wurde in Bautzen ein Teilstück des Uferweges zwischen Festung und Spree erneuert und war gesperrt. Die Umleitung ist so ausgeschildert, dass es wie der normale Radweg aussieht. Es gab keine Umleitungsschilder. Falls man nicht auf *den einen* entscheidenden Radwegweiser achtet und nach Track die normale Route fährt, fällt die Umleitung nicht auf, da alle anderen Radwegweiser noch vorhanden sind. Bis man dann vor dem gesperrten Weg steht. frown Ich habe die Umleitung im Track gekennzeichnet. Das steile Teilstück auf der Dresdener Straße und der vielbefahrenen Äusseren Lauenstraße bis zur Innenstadt haben wir die Räder geschoben. Die Umleitung verläuft in der Innenstadt auf zwei sehr steilen mittelalterlichen Kopfsteinpflasterstraßen. Das ist wirklich ernst gemeint. Man darf dort fahren - falls man sich traut. cool

Der erste Streckenabschnitt führt an der 1969-1975 erbauten Talsperre Bautzen vorbei. Zunächst die "Strandpromenade", dann eine schöne lange Abfahrt auf einem Radweg unterhalb der Staumauer. Am Ende kurz nach dem Überlauf kann man links auf der Straße zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Staumauer abbiegen. Der Aussichtspunkt ist gleichzeitig ein Rastplatz. Ursprünglich wurde die Talsperre für die Brauchwasserversorgung des Wärmekraftwerkes Boxberg erbaut. Sie fängt auch ein Wasserüberangebot im Rahmen des Hochwasserschutzes auf. In trockenen Zeiten wird dann wieder Wasser zur Pegelkontrolle der Spree abgelassen. Darüber hinaus speist die Spree die Tagebaurestlöcher, die zu Seen geflutet werden. Auch die Fischereiwirtschaft und Energiewirtschaft profitieren von ihr.

Nach dem Aussichtspunkt geht es ein Stück die Spree entlang und dann ca. 11 km durch mehrere Teichgebiete über die Ortschaften Malschwitz, Guttau und Lömischau. Danach wird es etwas schattiger. Die Strecke verläuft durch Wälder und passiert die Ortschaften Geisslitz, Neudorf (Spree), Lieske, Mönau und Uhyst (Spree). In Uhyst bietet sich eine Rast am Eiscafe an. Die Läden in der Ortschaft machen Mittagspause, aber das Café hatte mittags geöffnet. Kurz darauf trifft die Route auf den Bärwalder See.

Der Bärwalder See ist eigentlich ein Speicherbecken. Die gesamte Gegend ist eine Bergbaufolgelandschaft, die über viele Jahre rekultiviert wird. Der See entstand aus einem Restloch des Tagebaus Bärwalde. Seine Flutung dauerte über 10 Jahre, weil die speisenden Flüsse bzw. Kanäle - u.a. die Spree - mangels Niederschlägen zu wenig Wasser führten. Der See versorgt das Kraftwerks Boxberg mit Brauchwasser und dient der Regulierung der Wasserführung der Spree. In Trockenzeiten kann Wasser zu Gunsten des Biosphärenreservates Spreewald abgegeben werden.

Nach Boxberg trifft man leider auf einen sehr langen Abschnitt durch ein militärisches Sperrgebiet. Der Radweg ist eingesperrt zwischen gut befahrener Straße und Sperrgebiet ohne jede Rastmöglichkeit. Anschließend folgt ein langer Abschnitt durch endlos erscheinenden Forst. Beide asphaltierte Strecken lassen sich ausgezeichnet fahren. Sie sind aber auch ausgezeichnet öde und langweilig. Schließlich erreicht man Spremberg und kann den Tag ausklingen lassen.

Profil der Route:

Profil für Radtour 182: Etappe 2: Bautzen - Spremberg

Fotos

Alte Wasserkunst
Alte Wasserkunst
Michaeliskirche
Michaeliskirche
 
Talsperre Bautzen
Talsperre Bautzen
Teich bei Pliesskowitz
Teich bei Pliesskowitz
Teich bei Pliesskowitz
Teich bei Pliesskowitz
Kornblumenfeld
Kornblumenfeld

  


Radtour 183: Etappe 3: Spremberg - Byhleguhre

Zuletzt gewandert: 08.06.2016
Länge: ca. 60 km
Fahrzeit: ca. 5:00 h ohne Pausen

 

In Spremberg sollte man die Einkaufsmöglichkeiten genutzt und die Provianttaschen wieder gefüllt haben. Auf einem Radweg direkt entlang der Spree beginnt die 3. Etappe nach Byhleguhre. Byhlegure liegt wenige Kilometer abseits vom Radweg und wurde wegen der Unterkunft gewählt. Das Streckenprofil ist flach und führt in den vom Gurkenradweg bekannten Vorspreewald und Oberspreewald. Einige Abschnitte verlaufen auf den selben Radwegen.

Die Etappe beginnt in Spremberg noch schattig aber spätestens auf den Deichradwegen im Spreewald kann man bei sonnigem Wetter kaum mit Schatten rechnen. Man sollte an Sonnenschutz und ausreichend Getränke denken.

Der erste Streckenabschnitt führt zur Talsperre Spremberg. Oberhalb im Wald wird diese westlich umrundet. Danach fährt man einen kleinen westlichen Bogen über Gross Ossnig. Die Wege direkt an der Spree entlang sind hier laut Karte eher Wanderwege. Nach 5 km ist man wieder an der Spree und lässt die Orte Gallinchen und Madlow "links liegen". In Madlow gab es eine schlecht ausgeschilderte Umleitung. Das Umleitungsschild sah man nur aus der Ortschaft Kiekebusch kommend. Aber aus Richtung des Spreeradweges waren die Schilder verkehrt herum. Der eigentlich gesperrte Abschnitt war nicht direkt gesperrt. Für Ortsfremde überaus verwirrend. Anwohner berichteten von Deicherneuerungen in diesem Streckenabschnitt. Die Umleitung ist im Track gekennzeichnet.

Man gelangt nach Cottbus und hat auch hier die Möglichkeit, fast immer an der Spree entlang die Stadt stressfrei zu durchqueren. Die nächsten ca. 22 km verlaufen auf Radwegen bzw. Deichwegen direkt neben der Spree und durch die Spreewiesen und Wälder.

Profil der Route:

Profil für Radtour 183: Etappe 3: Spremberg - Byhleguhre

Fotos

Talsperre Spremberg
Talsperre Spremberg
Spree bei Cottbus
Spree bei Cottbus
 
Spreewiesen bei Cottbus
Spreewiesen bei Cottbus
Radweg an der Spree
Radweg an der Spree

  


Radtour 184: Etappe 4: Byhleguhre - Neu Lübbenau

Zuletzt gewandert: 09.06.2016
Länge: ca. 56 km
Fahrzeit: ca. 5:00 h ohne Pausen

 

Die 4. Etappe auf dem Spreeradweg führte von Byleguhre nach Neu-Lübbenau. Die Ortswahl erfolgte wegen der Unterkünfte. Der Spreeradweg wurde nur ein paar Kilometer verlassen. Jeder sollte ohnehin die Gesamtstrecke in Etappen nach eigener Kondition und weiteren Interesse (Kahnfahrt, Stadtbummel, Badepause, Museen) teilen und dann schauen, wo man tatsächlich zum Zeitpunkt der Reise eine Unterkunft bekommt. Erfahrungsgemäß muss man dann die Etappen etwas anpassen.

Das Streckenprofil ist flach. Einige Abschnitte verlaufen identisch mit anderen Radwegen, zum Beispiel dem Gurkenradweg, dem Hofjägerradweg oder den Historischen Stadtkernen. Landschaftlich ist dieser Streckenabschnitt durch den Spreewald herrlich.

In Burg fand sich ein Radfahrer-Umleitungsschild. Das nachfolgende Spreeradwegzeichen war nicht zugeklebt. Da es im Spreewald oft Deich- oder Brückenbauarbeiten gibt, folgten wir dem Umleitungsschild. Die Umleitung war entweder sehr unprofessionell oder ein versehentliches Überbleibsel. Es fanden sich nachfolgend keine weiteren Umleitungs- oder Hinweisschilder, unterwegs mussten wir über eine steile Fußgängerbrücke (mit Radschiene) und noch über einen Trampelpfad quer über eine Wiese. Die (vermutete) Umleitung ist im Track markiert. Mein Eindruck war, dass heutzutage die Tour auf dem Radweg der L513 verläuft.

Ein Überraschungsei war ein sicher gut gemeinter und neu angelegter Streckenabschnitt zum Barzlin, einer eiszeitlichen Talsanderhebung. Hierfür wurden recht viele Stegradwege angelegt. Unfassbar dann eine eingebundene alte steile Fussgängerholzbrücke. Als Radreisender mit Gepäcktaschen war die normale Überwindung unmöglich. frownZur Sicherheit zu zweit ging es mit Mühe mit abgebautem Gepäck. Aus unerfindlichen Gründen hat man die Radschinen direkt neben dem Geländer montiert, so dass sich fast jedes Rad im Geländer mit den Pedalen verfängt und es nach und nach beschädigt. Ältere Radler mit schweren Pedelecs werden vielleicht komplett verzweifeln, wenn nicht fremde Radler helfen können. frown Kopfschüttelnd sind wir dann auf der ansonsten sehr schönen Route weitergefahren. Die vorherige Wegführung verläuft einfach an der Spree entlang direkt nach Lübben (Spreewald). Allerdings kommt man dann auch mitten in Lübben an und landet auf dem Radweg der vielbefahrenen B87. Mit der neuen Wegführung wird das umgangen.

Gurkenesser können sich unterwegs mit allerlei Geschmacksvarianten eindecken. In der Touristenhochburg Lübbenau kann man auch noch nach dem Innenstadt-Gewusel Gürkchen erstehen. Am Stadtrand kommt noch ein Verkaufsstand bei einer kleinen Konservenfabrik. Fabriksverkaufpreise waren das aber auch nicht. Eine Spreewälder Gewürzgurke für 50 Cent? Nicht vergoldet! :-)

Wer genug Zeit einplant, kann auch eine Kahnfahrt machen. Direkt am Spreeradweg gibt es auch Werbeschilder für kleine Touren für Radler. Dauer ca. 1 bis 2 Stunden.

Nach Lübben durchquert die Route auf ca. 13 km ein langgezogenes großes Teichgebiet zur Fischzucht. Die Teiche sind direkt neben der Spree angelegt. Erst in Schlepzig erreicht man wieder eine Siedlung. Von dort geht es Richtung Westen nach Krausnick. In Krausnick hat man die Streckenführung geändert. Früher musste man die L71 ohne Radweg entlang fahren. Heute führt der Spreeradweg durch den Wald. Leider ist das erste Stück nicht ausgebaut und sandig später schotterig. Wenn man fast die Hoffnung auf einen normalen Weg aufgegeben hat, erkennt man nach ca. 500 m einen befestigten Radfahrpfad neben dem Waldweg. Gut gemeint, aber voll daneben, denn das Herumgeeiere und Geschiebe mit Gepäck lohnt die neue Führung kaum. Mit Anhänger eher nicht zu fahren. Die Strecke auf der L71 bis nach Gross Wasserburg ist ca. 2,8 km lang und wäre in einem Drittel der Zeit zu fahren. Hier hat man scheinbar wegen der "Verkehrsausbremsung" die Umleitung gewählt.

Von Gross Wasserburg ist es nur noch ein Katzensprung bis nach Leibsch bzw. Neu Lübbenau.

Profil der Route:

Profil für Radtour 184: Etappe 4: Byhleguhre - Neu Lübbenau

Fotos

Spreewald
Spreewald
Kahnfahrt im Spreewald
Kahnfahrt im Spreewald
 
Storch
Storch
Spreeaue
Spreeaue
Schwäne im Fischzuchtteich
Schwäne im Fischzuchtteich
Inselteich
Inselteich

 


Radtour 185: Etappe 5: Neu Lübbenau - Beeskow

Zuletzt gewandert: 10.06.2016
Länge: ca. 47 km
Fahrzeit: ca. 5:00 h ohne Pausen

 

Die 5. Etappe führte von Neu-Lübbenau nach Beeskow. Die Strecke war mit knapp 50 km nicht allzu lang und ließ in Beeskow genug Zeit für einen kleinen Stadtbummel um die Stadtmauer mit ihren historischen Türmen. Bei Interesse kann man die Touristinfo am Markt besuchen und sich mit Informationsmaterial versorgen. Ebenso gibt es in Beeskow diverse Cafés und Restaurants zum Verweilen.

Eine Sehenswürdigkeit unterwegs, die wahrscheinlich eher ignoriert wird, ist die Spreebrücke Briescht. Die gesamte Brückenkonstruktion der Hebebrücke besteht aus Harthölzern. In den 90er Jahren wurde die Brücke nach historischem Vorbild gebaut. Obwohl aus Holz hat sie die Lebensdauer einer Stahlbetonbrücke.

Das Streckenprofil ist flach. Einige Abschnitte verlaufen identisch mit anderen Radwegen, zum Beispiel dem "Gurkenradweg" in der Nähe von Alt-Schadow oder den "Historischen Stadtkernen". Es gab keine auffälligen verkehrsreichen Straßen. Die Strecke verläuft meist schattig durch den Wald oder unter Alleebäumen. Die Ausschilderung mit dem Spreeradwegzeichen war bis auf einen Wegweiser mit verstellten Zeigern (siehe Track Wegpunkt) durchgängig in Ordnung.

Meine Empfehlung ist es, das Fahrrad nach Ankunft in Beeskow stehen zu lassen und die Innenstadt, die Stadtmauer und Türme zu Fuß zu erkunden. Der Spaziergang dauert ungefähr eine Stunde. Anschließend kann man auf dem Marktplatz noch einen Kaffee trinken.

Profil der Route:

Profil für Radtour 185: Etappe 5: Neu Lübbenau - Beeskow

Fotos

Wasserwanderrastplatz Werder
Wasserwanderrastplatz Werder
Vogelbaum
Vogelbaum
Stadtmauer Beeskow
Stadtmauer Beeskow
Stadtmauer Beeskow
Stadtmauer Beeskow

  


Radtour 186: Etappe 6: Beeskow - Erkner

Zuletzt gewandert: 11.06.2016
Länge: ca. 76 km
Fahrzeit: ca. 5:45 h ohne Pausen

 

Die 6. Etappe verläuft von Beeskow nach Erkner. Diese recht lange Etappe fährt sich sehr angenehm und ohne größere Anstrengung. Die Strecke ist ein Paradebeispiel für die hervorragend ausgebauten Radwege Brandenburgs. Auch bepackte Radwanderer kommen auf den asphaltierten Minifahrradautobahnen gut voran.

Das Profil ist flach, tendenziell fallend. In Beskow ist die größte Hürde eigentlich den richtigen Weg zu finden. Ausgeschildert sind scheinbar verschiedene Routen durch die Stadt. Die eine führt offenbar durch die Altstadt, die andere außen herum. Durch das hohe Verkehrsaufkommen auf den schmalen Straßen fand ich das Verwirrspiel wenig amüsant. In der Innenstadt ist Kopfsteinpflaster vorherrschend.

Hinter Beeskow passiert man mehrere kleine Ortschaften. Dort findet man bereits einige Rastmöglichkeiten - für die Etappe allerdings zu früh. Schließlich geht die Strecke in den langen Radweg nach Fürstenwalde über. Erstaunlicherweise sind hier keine Raststellen aufgebaut worden. Die erste gemütliche Sitzgelegenheit gab es erst in Fürstenwalde. Der Radweg führt meist direkt am Spreeufer auf gemeinsam genutzten Geh- und Radwegen. Dadurch findet man auch leicht eine Bank zum Verschnaufen. Tipp: Nicht gleich die ersten Bänke an der Promenade nehmen. Kurz vor der Stadtausfahrt kommen noch ruhige Bänke am Wasser.

Am Stadtausgang kommen noch ein paar Kleingärten und dann führt die Route durch den Wald auf einem weiteren sehr langen asphaltierten Radweg immer an der Spree entlang nach Hangelsberg. Durch die nächsten Ortschaften Spreetal, Wulkow, Mönchwinkel, Kirchhofen, Neu Hartmannsdorf, Hartmannsdorf und Steinfurt entlang der Spreewiesen und durch Wälder fährt man auf verkehrsarmen Ortsstraßen. Das Rad rollt quasi von allein. laughing

In Hartmannsdorf gab es mal einen sehr schöne urige Gaststätte Zum Lindeneck, aber die hat leider ihr Geschäft aufgegeben. Dadurch gibt es auf der ganzen Strecke zwischen Fürstenwalde und der Dörferkette überhaupt keine Einkehr mehr (bzw. wir haben zum Zeitpunkt der Tour keine entdeckt). frown Die letzte Rast haben wir an Hütte 36 (siehe Wegpunkt im Track) gemacht.

 

Profil der Route:

Profil für Radtour 186: Etappe 6: Beeskow - Erkner

Fotos

Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree
Entlang der Spree

 


Wir haben den Spreeradweg vorerst in Erkner beendet. Man kann noch ein Stück weiter fahren - bis mindestens Köpenick - aber der letzte Abschnitt bis nach Spandau ist noch nicht ausgebaut. Es gibt hierzu Aktivitäten. Inzwischen sind mir verschiedene Routenvorschläge von Erkner nach Spandau im Internet begegnet und vielleicht fahre ich die Etappe 7 doch noch vor der Fertigstellung des "offiziellen" Spreeradwegabschnittes.

 

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