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Wegkennzeichen Gurkenradweg ZeichenDiese 4-tägige Radtour führt durch den herrlichen Spreewald. Die Tagesetappen orientieren sich an der Strecke des Gurkenradweges, einem hervorragend ausgebauten offiziellen Brandenburger Radweg. Die Ruhe und frische Luft entlang der Wasserkanäle, Felder und Wälder im Biosphärenreservat sind fantastisch. Wer viel Zeit mitbringt, kann auch einen Paddeltag oder eine Kahnfahrt in die Reise einbauen. Die Anfahrt kann bequem mit dem Zug über verschiedene Bahnhöfe erfolgen und das Auto kann getrost zu Hause bleiben.

An- und Abreisepunkt war der Bahnhof Golßen im VBB Verkehrsgebiet. Im Kerngebiet des Spreewaldes sind die Fahrradwege meist asphaltiert und aufgrund des flachen Profils leicht befahrbar. Der Radweg ist ausgeschildert mit einer radelnden Gewürzgurke auf einem Fahrrad. Der Zeichner hatte wirklich Sinn für Humor. laughing Gurkenfelder bekommt man ironischerweise nicht zu sehen, weil die landwirtschaftlichen Flächen im Biosphärenreservat dafür zu kleinteilig sind. Dafür gibt es z.B. Mais-, Kürbis- und Meerrettichfelder und Flächen für den Kräuteranbau. Auch in der Hochsaison kann man auf den langen Radwegen ohne Gedrängel bequem fahren und muss nur in den Ortschaften mit Kahnfahrangeboten und vielen Touristen aufpassen.

 

Zuletzt gefahren: 21.-24.08.2015
Länge: ca. 72 km, 64 km, 70 km, 52 km
Fahrzeit: zwischen 5 und 8 h, bei Besichtigungen oder längeren Fotopausen länger
Typ: 3 mal Streckenkurs und 1 mal Rundkurs mit Rückkehr zum Startpunkt
Routenverlauf: Tag 1: Golßen - Zützen - Kasel-Golzig - Schiebsdorf - Niewitz - Klein Lubolz - Lübben - Lübbenau - Leipe - Paddusch - Stradow - Vetschau - Eichow - Kriechow
Tag 2: Kriechow - Milkersdorf - Werben - Peitz - Maust - Willmersdorf - Cottbus - Kolkwitz - Kriechow
Tag 3: Kriechow - Milkersdorf - Werben - Straupitz - Neu Zauche - Alt Zauche - Lübben - Schlepzig - Neu Lübbenau
Tag 4: Neu Lübbenau - Gross Wasserburg - Köthen - Krausnick - Bugk - Groß Lubolz - Schönwalde - Waldow-Brand - Rietzneuendorf - Friedrichshof - Golßen
Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: sehr viele, siehe Tracks
  • Versorgung: eigener Proviant und in den Ortschaften
  • Verkehrsreiche Straßen: Nur in den touristischen Kleinstädten waren viel Verkehr und Fußgänger, aber nur auf kurzen Abschnitten.
Landschaft: Kanäle, Wiesen, Felder, Wald, Wohngebiete
Wegtypen: Landstraßen
Gemeindestraßen/Kreisstraßen
Uferwege
eigenständig geführte Radwege
gemeinsam genutzte Wege für Fußgänger und Radfahrer
Fahrradstraßen
Land- und Forstwirtschaftliche Wege
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, verdichteter Sand/Kies

 

Kartenüberblick:

Karte für Radtour 163: Gurkenradweg und Umgebung

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Radtour 163: Gurkenradweg und Umgebung

 


Etappe 1: Golßen - Krieschow

Die Anreise erfolgte früh am Morgen bequem mit der Regionalbahn. Die Etappe Golßen - Krieschow verläuft auf Wegen und Straßen mit sehr gutem Belag. Asphalt und befestigte Wege dominieren. Obwohl man auch auf Gemeinde-, Kreis- und Landstraßen fährt, war das Verkehrsaufkommen sehr gering. Anstrengend wurde es nur in den Tourismus-Hochburgen Lübben und Lübbenau, wo zur Sommerferienzeit Kahnfahren, Wassersport und Radfahren Hochkonjunktur haben. Ab Golßen wurde auf dem Gurkenradweg gefahren und erst kurz vor Krieschow davon abgebogen.

Etwa drei Viertel der Strecke verlaufen in offenem Gelände und bieten keinen Schatten. In der Umgebung von Lübben und Lübbenau gibt es recht viele Bänke und Picknick-Bereiche und man kann auch in den Restaurants einkehren. Außerhalb des Trubels sind die Rastplätze leider spärlicher gesät. Die Strecke führt im engeren Spreewaldgebiet häufig über die auf den Deichen angelegten Radwege. Die ruhige Wald-, Wasser- und Weidelandschaft ist sehr angenehm. Wer Lust hat, könnte sogar noch eine ein- bis zweistündige Kahnfahrt machen. Außerhalb der Städte gibt es dazu Angebote am Radweg, die auf Radwanderer abzielen.

Kanal
Kanal
Fischzuchtteich bei Stradow
Fischzuchtteich bei Stradow

Etappe 2: Krieschow - Krieschow

Die zweite Etappe ist ein Rundkurs von Krieschow über Werben, Peitz, Cottbus nach Krieschow. Die Strecke wurde an einem Sonnabend gefahren. Sie orientiert sich am Gurkenradweg, kürzt aber etwas ab. Auch diesmal sind alle Wege und Straßen bestens asphaltiert. Der Verkehr war minimal und auch die Radwege konnten ohne Gedrängel befahren werden.

Interessant war das Eisenguß- und Fischereimuseum in Peitz, an dem man direkt vorbei fährt. Der Hochofen ist der einzige noch erhaltene Holzkohlehochofen Europas. Bei Fragen zur Ausstellung gern den kompetenten Herren an der Kasse fragen, der uns einige Dinge spontan sehr anschaulich erklärt hat. Vom Dach aus kann man einen Blick in die Umgebung werfen. Man sieht gut das Kraftwerk Jänschwalde und die davor befindlichen Fischteiche.

Die Route führt anschließend an diesen Fischteichen vorbei. Wer mag, kann hier auf einer der Bänke rasten und den Karpfen beim Springen zusehen - falls man schnell genug guckt. laughing Abgesehen von den kurzen urbanen Abschnitten z.B in Werben oder Cottbus ist die Tour naturnah, ruhig und angenehm. Es war eine Freude, das Brandenburger Radnetz zu genießen.

Kraftwerk Jänschwalde mit Fischteichen
Kraftwerk Jänschwalde mit Fischteichen
Eisenhütten- und Fischereimuseum
Eisenhütten- und Fischereimuseum

Etappe 3: Krieschow - Neu Lübbenau

Die dritte Etappe führt von Krieschow zurück auf den Gurkenradweg und dann Richtung Neu Lübbenau. Die Zielortschaft bietet günstige Übernachtung, liegt aber selber nicht auf der Gurkenradwegführung. Sie ist bekannt vom 66-Seen-Wanderweg.

Bedauerlicherweise hat der Asphaltluxus des Oberspreewaldes den Unterspreewald noch nicht erreicht. Hier trifft man wesentlich häufiger auf befestigte Uferwege mit Schottersteinen,  alte beschädigte Asphaltstraßen, Betonplattenwege und auch mal Kopfsteinpflaster. Insgesamt lässt sich die Strecke allerdings gut fahren und es gibt keine Sandwege, in denen man versinkt.

Landschaftlich führt die Route an Kanälen, Fischteichen und vielen Feldern und Weiden vorbei. Die Umgebung ist angenehm ruhig, verkehrsarm und eigentlich nur von Fahrradfahrern bevölkert. Die Etappe wurde an einem sonnigen Sonntag gefahren, was für die Landstraßen- und Bundesstraßen-Abschnitte sicherlich von Vorteil war.

Unterwegs gibt es Möglichkeiten zu Museumsbesuchen und Kahnfahrten. Im Zielort findet man ein Eiscafé mit Bauernhof-Bioeis, täglich geöffnet bis 18 Uhr. laughing

Sonnenblumen
Straupitzer Kornspeicher

 Etappe 4: Neu Lübbenau - Golßen

Für die letzte Etappe benötigt man stramme Wadeln. yell Die nördliche Schleife des Gurkenradweges nach Golßen ist hügelig und man muss etliche Wegabschnitte bergauf fahren. Natürlich wird man durch Abfahrten entschädigt, aber es ist anstrengend. Desweiteren sind hier keine Asphalt-Luxusradwege vorhanden. Die Strecke um Köthen und den Köthener See verläuft auf normalen Waldwegen mit befestigtem Kies oder befestigtem Sand. Der Streckenabschnitt ist vom 66-Seen-Wanderweg bekannt. Weiter geht es vorbei an vielen Feldern und Weiden, Windrädern und Obstbäumen, Kanälen und Kanälchen Richtung Golßen.

In der Ortschaft Rietzneuendorf-Staakow muss man den Abzweig zum Dahme-Radweg finden, um einen befestigten Radweg durch den Wald Richtung Golßen fahren zu können (siehe Wegpunkt "links abbiegen" im Track). Wir haben die Abzweigung zwar gesehen, aber sie war nicht mit dem offiziellen Symbol sondern als lokaler Radweg ausgeschildert und wir hatten eine Strecke durch den Wald lt. Karte geplant. Diese führte uns leider nach Friedrichshof auf recht schlechte grasbewachsene und sandige Waldwege, bis wir nach ca. 500m dann doch noch erfreut den Dahme-Radweg erreichten. Und noch eine zweite Wegänderung ist dringend angeraten. Wir sind vor Prierow vom Dahme-Radweg rechts abgebogen und an einem Kanal direkt nach Golßen gefahren. Man fährt dabei allerdings nur auf einem grasbewachsenen Wanderweg. Besser wäre es, den Dahmeradweg bis Prierow weiter zu fahren (siehe Wegpunkt "weiter geradeaus" im Track) und dann in Prierow rechts nach Golßen abzubiegen. Das als Tipp für Radler, die die Tour fahren möchten.

Die Route der 4. Etappe ist nur 50 km lang, so dass die hügelige Tour zu schaffen ist, wenn man vorher die dreimal 70 km auch geschafft hat. wink 

Köthener See
Blindschleiche
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