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Wegkennzeichen Ruppiner Seen-Kultur-Radweg Die hier beschriebene 3-Tages-Tour basiert auf dem Ruppiner Seen-Kultur-Radweg, eine von vielen empfehlenswerten Radwandertouren Brandenburgs. Die Tour wurde dahingehend geplant, dass die Tagesetappen ungefähr gleich lang sind und die Tour in Berlin-Tegel beginnt. Es gibt alternativ viele direkte Anreisemöglichkeiten mit dem Nahverkehr im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg einschließlich der Berliner S-Bahn zu einem der Tourpunkte. Alles in allem ist der Streckenverlauf sehr ruhig, hat ein flaches Profil und ist oft exklusiv für Radfahrer gehalten. Die Wegbeschaffenheit ist meist Asphalt und von hoher Qualität.

Die Wegstrecken sind in den Gemeinden manchmal etwas "hinter den Häusern" geführt, um die größeren Straßen in den Ortschaften zu umgehen. Eigentlich könnte man an manchen Stellen auch ohne weiteres auf der ankommenden Landstraße weiterfahren.

Vergleich des Ruppiner Seen-Kultur-Radweges (gelb) mit der gefahrenen Tour (magenta):

Karte für Vergleich des Ruppiner Seen-Kultur-Radweges (gelb) mit der gefahrenen Tour (magenta)

Wie man sehen kann, wurde am Tag 2 die Schlaufe über Fürstenberg zugunsten ungefähr gleicher Streckenlängen weggelassen. Das Verbindungsstück zwischen Oranienburg und Hennigsdorf wurde nicht gefahren, weil die Radtour direkt in Berlin begonnen wurde. Zur Orientierung sei gesagt, dass es sich dabei um ein Parallelstück des Radwegen Berlin-Kopenhagen handelt, das von Oranienburg bis zum Kreisverkehr an der Ruppiner Chaussee führt. Hier muss man dann nur rechts abbiegen und über die Brücke fahren und schon ist man in Hennigsdorf.

Tag 1:

Los ging es am S-Bahnhof Tegel. Die erste Tagesetappe führt von Tegel nach Neuruppin. Vom Waidmannsluster Damm biegt man auf die Karolinenstraße und danach rechts auf die Ruppiner Chaussee. Über Schulzendorf und Heiligensee gelangt man nach Hennigsdorf. Hier geht es auf verschiedenen Fahrradwegen durch die Stadt bis man schließlich auf dem von anderen Touren bekannten Bötzower Weg bis zum Jungferndamm (L20) gelangt. Rechts entlang geht es über die Brücke und anschließend über Bötzow nach Marwitz. Hier biegt man links auf die Breite Straße und folgt dem Verlauf der L17 bis nach Eichstädt.

In Eichstädt wird rechts nach Bärenklau abgebogen. Es lohnt in Bärenklau ein Blick auf die Straßennamen, dann weiß man, wo welche Bären zu finden sind. :-) Vom Wendemarker Weg wird links in die Vehlefanzer Straße abgebogen. Noch vor Vehlefanz geht es rechts in einen Wirtschaftsweg, der durch Wiesen und Wald nach Schwante führt.

In Schwante geht es links auf die Kremmener Chaussee (B273) bis nach Kremmen. In Kremmen geht es etwas zickzackartig durch den Ort bis zur L19 (hier Ruppiner Straße) der man rechts über Sommerfeld nach Beetz folgt. In Sommerfeld kann man sehr gut am Beetzer See rasten. In Beetz biegt man links in die Beetzer Dorfstraße und folgt dem Streckenverlauf über die Ortschaften Wall, Pabstthum, Radensleben, Nietwerden nach Neuruppin.

Kartenüberblick:

Karte für Route 060 Tag 1

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Route 060 Tag 1

Tag 2:

Ausgeruht und gestärkt geht es von Neuruppin weiter nach Rheinsberg. Nachdem man die Stadt über diverse Fuß/Radwege verlassen hat, geht es auf dem ersten Stück vorbei am Molchowsee ausnahmsweise etwas hoppelig zu. Hier haben Querrisse den Asphalt nach oben gedrückt. Auf dem parallelen Waldweg fährt es sich besser. Nach der Fußgängerbrücke übers Wasser hat das ein Ende.

Nach Rheinsberg führt die Route meist auf separaten Fahrradwegen schnurgerade durch den Wald. Passiert werden die Ortschaften Molchow, Krangen und Zippelsförde. Nach Zippelsförde verläuft der Radweg mehr oder weniger parallel zum Rhin. Allerdings zu weit weg, als dass man den Gewässerverlauf sehen würde. Über Zechow gelangt man schließlich nach Rheinsberg. 26 km sind geschafft. Zeit für eine Rast. Empfehlenswert ist ein Bummel zum Schloß am Grienericksee.

Von Rheinsberg aus folgt die Strecke sehr lange der L15 auf einem straßenbegleitenden Radweg. Hier geht es auch ab und zu hügelauf und hügelab. Nahezu unsichtbar gibt es unterwegs eine kleine Abfahrt nach links zum Großen Barschsee. Nach ca. 100m befindet sich ein kleiner Moorlehrpfad mit Informationstafel und einem Schichten-Modell über den Aufbau eines Moores.

Schließlich erreicht man Stechlin am Roofensee. Gleich anschließend folgt die Ortschaft Menz. Hier kann man an der Kirche rasten. Theoretisch biegt der Seen-Kultur-Radweg hier nach Neuglobsow ab und verfolgt einen Bogen über Fürstenberg und Himmelpfort. Diese Schleife ist 35 km lang und würde die Strecke von Neuruppin bis Zehdenick auf ca. 90 km verlängern. Um drei ungefähr gleichlange Tagesetappen zu erhalten, wurde dieser Bogen mit einer Direktverbindung von 11 km abgeschnitten. Die Abkürzung führt von Menz bis knapp vor Dannenwalde. Auch diese Strecke ist als Radweg ausgeschildert, nur halt ein anderer. Die Wegbeschaffenheit ist sehr gut. Der Streckenabschnitt verläuft auf verkehrsarmen Gemeindestraßen und Fahrradstraßen.

Bei Dannenwalde quert man die B96 und befindet sich dann wieder auf dem Seen-Kultur-Radweg, der hier gleichermaßen verläuft, wie die Route Historische Stadtkerne, der Radweg Berlin-Kopenhagen, der Havel-Radweg und die Königin-Luise-Route. Der Radweg passiert den langgestreckten Großen Wentowsee südlich und führt über Wentow, Zabelsdorf, Marienthal und Burgwall nach Zehdenick. In Zehdenick lohnt sich der Besuch des großen Museums- und Ausstellungsareals "Ziegeleipark".

Kartenüberblick:

Karte für Route 060 Tag 2

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Route 060 Tag 2

Tag 3:

Durch Zehdenick geht es entlang der ehemaligen Tonstiche bis zum Wehr. Hier treffen sich der Vosskanal und die parallel mäanderförmig verlaufende Havel. Die Route folgt dem Radweg ca. 10 km entlang des Kanals vorbei an der Ortschaft Krewelin bis zur Schleuse Bischofswerder. Die Brücke wird gequert und es geht weiter auf dem Bischofswerder Weg durch Heidchen bis nach Liebenwalde. In Liebenwalde gibt es eine merkwürdige Streckenführung, bei der man vor der Havel sein Fahrrad auf einer steilen Schiene eine Treffe herunterbugsieren muss, was wegen Packtaschen kaum möglich und ggf. sturzgefährlich ist. Hier erscheint ein vorheriges Rechtsabbiegen sinnvoll (siehe Wegpunkt).

Nach der Stadt geht es auf der L21 ca. 500 m parallel zum Malzer Kanal nach Süden bis man den Oder-Havelkanal quert. Rechts ab geht es in den Bernöwer Weg, der in einen Fahrradweg übergeht. Nun geht es Richtung Südwesten durch den Wald Richtung Oranienburg. Der Fahrradweg verläuft ca. 500 m parallel zum Oder-Havelkanal bis zum Grabowsee in der Nähe von Schmachtenhagen. Hier geht es nach rechts und dann über die Brücke. Gleich nach der Brücke in einem Links-Bogen weiter direkt am Ufer des Oder-Havelkanals bis zur B273. Nach der Straßenquerung verläuft die Strecke am bewaldeten Ufer des Lehnitzsees. Hier muss insbesondere bei gutem Wetter auf Spaziergänger und Gegenverkehr geachtet werden.

Man erreicht kurz nach der öffentlichen Badestelle den urbanen Bereich von Oranienburg, den man entlang der viel befahrenen L211 bis zum S-Bahnhof Lehnitz durchquert. Hier biegt die Strecke auf den Radweg am Birkenwerder Weg nach Borgsdorf. Weiter geht es nach Briese und dann nach Birkenwerder. Hier dominieren eher straßenbegleitende Radwege. In Birkenwerder ist Aufmerksamkeit erforderlich. Man schlängelt sich bei mäßiger Wegbeschaffenheit entlang dem Berlin-Kopenhagener-Radweg bis zum Fontaneweg. Hier biegt man in einen unscheinbaren Durchgangsweg links ab zur Briese und folgt dem Bachverlauf ein kleines Stück.

Über eine Holzbrücke für Fußgänger geht es links ab nach Hohen Neuendorf. An der Summter Straße kann man einen Wasserturm bestaunen. Weiter geht es entlang der B96, vorbei an der stattlichen Himmelspagode bis zum Rundverkehr am Marienetta-Jirkowsky-Platz. Hier biegt man ab zur Invalidensiedlung und fährt anschleßend auf dem Mauerweg vorbei an Frohnau bis zum Tegeler Forst. Das letzte Teilstück durchquert den Tegeler Forst bis man wieder den S-Bahnhof Tegel erreicht.

Kartenüberblick:

Karte für Route 060 Tag 3

Copyright: Contributors of OpenStreetMap (CC-BY-SA 2.0)


Profil der Route:

Profil für Route 060 Tag 3

 

Zuletzt gefahren: 20.-22.05.2012
Länge: ca. 71 km / ca. 61 km / ca. 68 km
Fahrzeit: zwischen 4,5 bis 5,5 h ohne Pausen
Typ: Streckenkurs, insgesamt nach 3 Tagen ein Rundkurs
Routenverlauf:

Tag 1: Tegel, Hennigsdorf, Bötzow, Marwitz, Eichstädt, Bärenklau, Schwante, Kremmen, Sommerfeld, Beetz, Wall, Pabstthum, Radensleben, Nietwerden, Neuruppin.

Tag 2: Neuruppin, Molchow, Krangen, Zippelsförde, Zechow, Rheinsberg, Großen Barschsee, Stechlin, Menz, Dannenwalde, Wentow, Zabelsdorf, Marienthal, Burgwall, Zehdenick

Tag 3: Zehdenick, Krewelin, Schleuse Bischofswerder, Heidchen, Liebenwalde, Grabowsee, Lehnitzsees, Oranienburg, Borgsdorf, Briese, Birkenwerder, Hohen Neuendorf, Tegel

Besondere Hinweise:
  • Rastplätze: unterwegs viele Möglichkeiten. Auf den langen Fernradstrecken eher wenig Raststellen.
  • Versorgung: Proviant oder unterwegs in den Ortschaften
  • Verkehrsreiche Straßenquerungen sind: weniger bedeutend.
Landschaft: Seeufer, Flußufer, Wiesen, Felder, Wald, Wohngebiete
Wegtypen: Landstraßen (mit und ohne Fahrradweg)
Gemeindestraßen
Uferwege
eigenständig geführte Radwege
gemeinsam genutzte Wege für Fußgänger und Radfahrer
Fahrradstraße
Land- und Forstwirtschaftliche Wege
Wegbeschaffenheit: Asphalt, Pflaster, Kopfsteinpflaster, verdichteter Sand/Kies

 

Fotos

Marwitz Landgeräteausstellung Bärenklau
Beetzer See Tetzensee

Kirche Menz Ziegeleipark

Klosterscheune Zehdenick Schleuse Bischofswerder

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